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Migräne bei Kindern: Stress und Angst fördern Migräne-Attacken

Stress und Angst führen häufig zu Kopfschmerzen.
Stress in der Schule fördert Migräneattacken bei Kindern. © LVDESIGN - Fotolia

Häufig ist Schulstress schuld

Jeder zehnte Deutsche leidet an Migräne und dazu zählt auch jedes zehnte Kind! Zwar wird die Krankheit vererbt, doch ausgelöst wird sie unter anderem auch durch Angst und Stress in der Schule.

Zu den Betroffenen gehört auch der zwölfjährige Jan. Er leidet schon seit Jahren unter Migräne-Anfällen. "Ich merke das daran, dass erstmal leichte Kopfschmerzen da sind und dann bin ich auch lichtempfindlich und geräuschempflindlich", so der Schüler. "Ich kann dann nicht sehen. Wenn ich mich dann auch noch bewege, tut es noch mehr weh."

Sport hilft bei Migräne

Vor sechs Jahren hatte Jan seine erste Migräne-Attacke. Mittlerweile leidet er zweimal die Woche darunter. Manchmal sind die Anfälle sogar so schlimm, dass er nicht zur Schule gehen kann. So kam der Gymnasiast im vergangenen Schuljahr auf 127 Fehlstunden. "Manchmal drückt es so auf den Kopf, dass ich gar nichts mehr machen kann“, sagt Jan. "Ich will mich nur noch ins Bett legen, alles dunkel machen und schlafen." Bis zu 20 Stunden am Stück schläft er dann und fühlt sich danach wie gerädert.

Zwar nimmt Jan bei Anfällen regelmäßig Medikamente ein, die chronische Krankheit ist aber prinzipiell nicht zu kurieren. In einem Kopfschmerz-Zentrum lernt Jan, wie er sich selbst helfen kann. Sport, zum Beispiel, kann seine Anfälle mildern. "Wenn ich eine Stunde am Computer gespielt habe, gehe ich dann auch mal ne Stunden raus", sagt der Zwölfjährige. Zwar wird Jan vermutlich auch als Erwachsener an Migräne-Attacken leiden, aber die Chancen stehen gut, dass er nur noch selten Anfälle bekommt und diese schwächer ausfallen.

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