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Michelle Obama und Charlize Theron: "Schlaue Mädchen brauchen keine dummen Jungs"

"Schlaue Mädchen brauchen keine dummen Jungs"

Präsidentengattin Michelle Obama und Hollywood-Schauspielerin Charlize Theron haben auf einer Veranstaltung in New York zu jungen Mädchen und Frauen gesprochen. Und ihnen Mut gemacht, sie selbst zu sein und nicht von ihrem Weg abbringen zu lassen. "Schlaue Mädchen brauchen keine dummen Jungs", lautete der Kern ihrer Botschaft.

Von Christiane Mitatselis

Michelle Obama erklärte weiter: "Es gibt keinen Jungen, der süß oder interessant genug ist, euch in eurer Ausbildung zu stoppen." Und: "Wenn ich mir in eurem Alter Sorgen darüber gemacht hätte, wer mich mag oder süß findet, wäre ich heute nicht mit dem Präsidenten der USA verheiratet." Vor allem wäre sie heute wohl keine First Lady ihres Formats.

Die 51-Jährige hat in Princeton und Harvard Soziologie und afroamerikanische Studien studiert. Man kann sich gut vorstellen, dass sie nach dem Ende der zweiten Amtszeit von Präsident Barack Obama im nächsten Jahr eine eigene politische Karriere starten wird. Auch Theron pochte auf die Bedeutung von Bildung. "Niemand ist so sexy wie eine gebildete Frau", sagte die 40-Jährige, die mehrere Sprachen beherrscht und neben der Schauspiel- auch eine Ballett-Ausbildung absolvierte.

Mutmach-Ansprache

Viele hübsche Sätze, und natürlich haben die Damen recht. Frauen, die beruflich etwas erreichen wollen, brauchen eine gute Ausbildung. Wer hier Fehler begeht, kann sie später schwer wieder gutmachen. Ein Beispiel: Verzichtet man auf ein Studium im Ausland, weil der Freund etwas dagegen hat, rauft man sich später die Haare. Denn dann ist der Freund meist passé. Man kennt aber Menschen, die die Studienzeit genutzt haben, um eine Fremdsprache perfekt zu erlernen - und beneidet sie.

Der 'worst case': Eine hochbegabte Frau, die an der Universität beste Noten abräumt, lässt die Karriere sausen, um zu heiraten und Hausfrau zu werden. Und den Mann in seiner Karriere zu unterstützen. Wenn der erfolgreiche Gatte sie dann eines Tages gegen eine jüngere Frau austauscht (was leider häufig passiert), steht sie vor den Scherben ihres Lebens. Und denkt sich: Ach hätte ich doch damals mein eigenes Leben gelebt…

Ein weiter wichtiger Punkt, den Obama und Theron in ihrer Mutmach-Ansprache nicht erwähnten, lautet deshalb: Augen auf bei der Partnerwahl. Eine schlaue Frau, die durchstarten und gleichzeitig eine Familie gründen will, braucht einen ebenso schlauen Mann. Einen, der ihr keine Steine in den Weg legt und für den Gleichberechtigung nicht nur eine Floskel ist; der kooperiert und nicht eifersüchtig auf den Erfolg der Frau wird. Leider sind solche Männer rar – und schnell vergriffen.

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