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Mers-Virus: Symptome und Vorbeugung

Mers Virus Symptome
Die Symptome des Mers-Virus ähneln zunächst stark denen einer Grippe. © Picture-Factory - Fotolia, Michaela Rofeld

Mers ist eine gefährliche Atemwegserkrankung

Das Mers-Virus hat zwei weitere Opfer gefordert: In Südkorea starben zwei Menschen an der Atemwegskrankheit, wie die Gesundheitsbehörde in Seoul mitteilte. Weltweit sind inzwischen über tausend Fälle bekannt. Rund ein Drittel der Mers-Erkrankungen endeten tödlich. Wir zeigen, welche Ursachen die Krankheit hat und wie Sie einer Ansteckung mit Mers vorbeugen.

Mers ist die Abkürzung für 'Middle East Respiratory Syndrome'. Es wurde erstmals im Jahr 2012 diagnostiziert und zählt, wie das Sars-Virus, zu den Corona-Viren. Bisher tritt das Virus vor allem auf der arabischen Halbinsel auf. Experten gehen davon aus, dass die Atemwegskrankheit hauptsächlich von Dromedaren übertragen wird. Aber auch ein enger Kontakt zu erkrankten Menschen führt wahrscheinlich zu einer Erkrankung. Es wird vermutet, dass das Virus von Mensch zu Mensch über Tröpfchen- und Schmierinfektionen weitergegeben wird. Handfest nachgewiesen ist dies allerdings noch nicht.

Anzeichen für die Krankheit sind grippeähnliche Symptome wie Fieber, Husten oder Kurzatmigkeit. Auch Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall deuten auf die Krankheit hin. Spätestens, wenn die Krankheit zu einer Lungenentzündung wird, sollten Sie sich umgehend an einen Arzt werden. So können möglicherweise Komplikationen wie Nierenversagen oder das Atemnotsyndrom verhindert werden.

Prinzipiell gilt: Kommen Sie aus einem Urlaub im arabischen Raum zurück und weisen die angesprochenen Symptome auf, sollten Sie vorsichtshalber beim Arzt vorbeischauen. Denn alle bisher bekannten Fälle haben ihren Ursprung auf der arabischen Halbinsel.

So schützen Sie sich vor Mers-Viren

Im Falle einer Erkrankung können nur die Symptome behandelt werden. So wird zum Beispiel Sauerstoff zugeführt, um die Atmung zu stabilisieren. Auch eine ein Mund-Nasen-Schutz sollte getragen, werden, um die Ausbreitung zu verhindern.

Wenn Sie bereits eine Reise auf die arabische Halbinsel gebucht haben, müssen Sie diese nicht absagen. Trotzdem sollten Sie bei dem Antritt ihrer Reise einige Regeln beachten: Vor allem, wenn bereits eine Grunderkrankung (zum Beispiel Diabetes) vorliegt, sollten Sie die Reise vorher mit Ihrem Arzt besprechen. Vor Ort ist gute Hygiene wichtig. Das bedeutet: Häufiges Händewaschen mit Seife und Kontaktvermeidung mit Tieren - vor allem mit Dromedaren. Außerdem sollten Sie auf rohes Fleisch und andere rohe Nahrungsmittel verzichten. Obst und Gemüse unbedingt vor dem Verzehr gründlich abwaschen!

Eine Schutzimpfung gegen das Virus gibt es momentan noch nicht. Deshalb gilt es, bei einer Reise auf die arabische Halbinsel die genannten Schutzmaßnahmen zu befolgen.

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