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Menstruationstasse: Alternative zu Tampon und Binde?

Menstruationstassen
Menstruationstassen So funktioniert das Produkt 00:03:37
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Löst die Menstruationstasse Tampons ab?

Tampons und Binden – seit Jahren bewähren sich diese zwei unscheinbaren Hilfsmittelchen im Leben der Frauen und kommen einmal im Monat zum Einsatz – pünktlich zur Monatsblutung. Jetzt bekommen diese beiden Klassiker Konkurrenz von der sogenannten Menstruationstasse.

Wenn Frauen launisch und zickig werden und großen Appetit haben, ist oft eins die Ursache: die Menstruation. Jetzt heißt es schnell zum Drogeriemarkt gehen, Binden oder Tampons kaufen. Doch dieser Weg kann einem künftig erspart bleiben, denn die genannten Produkte sind dank der Menstruationstasse, oder auch Menstruationsbecher genannt, überflüssig. Neu daran: Die Menstruationstasse ist mehrfach verwendbar.

Es handelt sich hierbei um eine Art trichterförmigen Becher, der aus medizinischem Silikon hergestellt wird und dadurch besonders flexibel ist. Vom Prinzip her funktioniert die Menstruationstasse wie ein Tampon: Das lange, röhrige Ende wird während der Periode vaginal eingeführt. Das Menstruationsblut fließt hinein und sammelt sich dort. Ist das Gefäß voll, muss es einfach in die Toilette entleert werden und kann wieder eingesetzt werden.

Vor- und Nachteile der Menstruationstassen

Bei der Menstruationstasse handelt sich also quasi um ein auswaschbaren Tampon – nur umweltfreundlicher und gesünder. Etwa 16.800 Binden oder Tampons verbraucht eine Frau durchschnittlich im Leben und erzeugt damit einen recht ordentlichen Müllberg. In diesem Punkt stellt die Menstruationstasse einen klaren Vorteil dar. Bei richtiger Pflege und Reinigung kann sie bis zu zehn Jahre lang benutzt werden. Und ist damit gleichzeitig auch deutlich kostengünstiger als die reinen Wegwerfprodukte.

Und auch in Sachen Hygiene kann die Menstruationstasse laut Herstellerseite punkten: Denn durch die glatte Oberfläche setzen sich keine Bakterien an, wodurch das Produkt hygienischer ist. Die Infektionsgefahr, die Tampons mit sich bringen, bleibt einem somit erspart. Wie hygenisch sie jedoch tatsächlich ist, hängt damit aber auch stark von der Pflege und dem Reinigungsverhalten der Nutzerin ab.

Schwierig wird es dann, wenn die Menstruationstasse in der Öffentlichkeit verwendet werden soll: Wer möchte sie schon vor den Augen anderer im Waschbecken einer öffentlichen Toilette auswaschen? Und auch das Einführen der Tasse erfordert einige Übung und Geschicklichkeit. Wird der Trichter nicht korrekt eingeführt, kann es leicht dazu kommen, dass das Regelblut seitlich vorbei läuft.

Ob die Menstruationstasse letztendlich eine echte Alternative zu Tampons und Binden darstellt, kann nur jede Frau für sich selbst entscheiden.

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