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Menstruation: Alles über Ihre Periode und Ihren Zyklus

Endometriose: Erste Warnzeichen erkennen
Endometriose: Erste Warnzeichen erkennen Schlimmstenfalls droht Unfruchtbarkeit 00:02:52
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Die Menstruation verläuft bei jeder Frau anders

Während einige Frauen mit Schrecken daran denken, dass sie bald wieder ihre Periode bekommen, haben andere damit keine Probleme. Denn auch, wenn bei allen Frauen beim Menstruationszyklus das Gleiche abläuft - die Auswirkungen der Periode sind von Frau zu Frau sehr unterschiedlich. Während die einen kaum merken, dass sie ihre Tage haben, leiden die anderen unter Übelkeit, haben starke Krämpfe und Schmerzen oder sind sehr leicht gereizt.  

Menstruation Periode Zyklus
Die Periode einer Frau: Bei einigen Frauen verläuft sie völlig beschwerdefrei, während andere Frauen sehr leiden. © studiovespa - Fotolia, Krzysztof Szpil

Frauen unterliegen in ihrer fruchtbaren Zeit, die mit der ersten Periode einsetzt, einem hormonell gesteuerten monatlichen Zyklus. In Deutschland setzt die erste Menstruation bei den meisten Mädchen zwischen dem zehnten und dem 16. Lebensjahr ein. Im Normalfall dauert der Zyklus einer Frau ungefähr 28 Tage. Das Ende der fruchtbaren Zeit wird durch die Menopause, die letzte Periode einer Frau, markiert. Im Durchschnitt setzt die Menopause bei Frauen in Deutschland im Alter von 50 Jahren ein. Die Menopause wird durch die Wechseljahre eingeleitet.

Was passiert während der Menstruation?

Der Menstruationszyklus dient dazu, die Befruchtung einer Eizelle zu ermöglichen und diese in der Gebärmutter einzunisten. Dabei laufen zwei Zyklen gleichzeitig ab: der Eierstockzyklus und der Gebärmutterschleimzyklus.  

Angeregt durch das Gonadotropin-Releasing Hormon (GnRH), schüttet die Hirnanhangdrüse Follikel stimulierende Hormone (FSH) und luteinisierende Hormone (LH) aus. GnRH wird durch den Hypothalamus, einen Abschnitt des Zwischenhirns, produziert. Diese Hormone bewirken Veränderungen im Eierstock, die sich in drei Phasen einteilen lassen.

In der Follikelreifungsphase (1. bis 10. Tag) führen Östrogene zur Heranreifung eines Follikels. Daran schließt sich die Phase des Eisprungs an (11. bis 14. Tag). Die reife Eizelle wandert in die Eierstöcke und ist nun für 24 Stunden befruchtungsfähig. Die dritte Phase ist die Gelbkörperphase (15. bis 28. Tag). Aus dem Follikel wird der Gelbkörper, der das Gelbköperhormon und geringe Mengen Östrogen produziert. Gemeinsam hemmen diese den Hypothalamus und die Hirnanhangdrüse an der Ausschüttung neuer Hormone. Nach zehn Tagen zersetzt sich dieser Gelbkörper und der Zyklus beginnt von vorn.

Parallel dazu lässt sich der Gebärmutterschleimhautzyklus ebenfalls in drei Zyklen einteilen. Durch Östrogene und Gelbkörperhormone gelenkt, regelt der Gebärmutterschleimhautzyklus den Auf- und Abbau der Gebärmutterschleimhaut.

In der Menstruationsphase (1. bis 5. Tag) wird die Gebärmutterschleimhaut nicht mehr so stark durchblutet. Daher wird sie abgestoßen. In der Aufbauphase (6. bis 14. Tag) wird die Gebärmutterschleimhaut wieder aufgebaut. Die letzte Phase ist die Absonderungsphase (15. bis 28. Tag). Die Gebärmutterschleimhaut wird auf die Einnistung einer Eizelle vorbereitet: Die Gebärmutterschleimhaut wird mit Blutgefäßen angereichert, außerdem wird sie dicker. Wenn sich keine Eizelle einnistet, bildet sich der Gelbkörper zurück und der Zyklus beginnt von vorn.

Was tun bei Schmerzen während der Periode?

Schmerzen Menstruation Periode
Bei Schmerzen kann viel Flüssigkeit helfen © absolutimages - Fotolia

Während manche Frauen gar keine Beschwerden haben, leiden viele Frauen unter unterschiedlichsten Symptomen, wenn sie ihre Tage haben: Von Krämpfen über Stimmungsschwankungen zu spannender Haut aufgrund von Wassereinlagerungen - die Beschwerden können sehr vielfältig ausfallen.

Doch man kann mit einfachen Mitteln dafür sorgen, dass die Periode angenehmer verläuft. Wie bei fast allem gilt auch hier: Eine ausgewogene Ernährung und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr helfen dabei, Beschwerden vorzubeugen.

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