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Menopause: Make-up löst frühe Wechseljahre aus

Menopause durch Kosmetik
© picture-alliance / dpa, Heiko Wolfraum

Menopause durch Schminke und Make-up?

Ein bisschen Puder hier, etwas Lippenstift da und zum Schluss noch Rouge - und schon sehen wir super aus! Und das Beste ist: Alles völlig gesund und ohne Nebenwirkungen, oder etwa nicht? Naja, laut einer US-Studie stimmt das nicht so ganz, denn Chemikalien im Make-up sollen für einen früheren Beginn der Wechseljahre sorgen!

Die Wissenschaftler der 'Washington-Universität' in St. Louis untersuchten die Blut- und Urinwerte von 5.700 Frauen auf chemische Weichmacher, sogenannte Phthalate. Diese Stoffe werden der Kosmetik hinzugefügt, um Geschmeidigkeit und Haltbarkeit zu erzielen. Doch die Chemikalien bringen erschreckende Nebenwirkungen mit sich: Die Frauen, die eine hohe Dosis Phthalate im Körper vorwiesen, bekamen ihre Menopause im Schnitt mit 49, statt mit 51 Jahren - ganze zweieinhalb Jahre früher.

Menopause bis zu 15 Jahre früher

Einzelne Frauen begannen sogar 15 Jahre früher mit den Wechseljahren - hervorgerufen durch den schädlichen Einfluss der Chemikalien. Ein früher Eintritt in die Menopause kann die Gesundheit erheblich beeinflussen. Knochenprobleme, Herzanfälle und sogar Hirnblutungen sind nur einige gesundheitlich Folgen, die ausgelöst werden. Aber: Wer ab jetzt auf Make-up verzichten will, sei gewarnt. Schließlich finden sich die schädlichen Stoffe nicht nur in Kosmetika wieder. Auch Plastik und Lebensmittel-Verpackungen enthalten Phtalate, die mit dem Auslösen von Unfruchtbarkeit, Übergewicht, Diabetes und sogar Krebserkrankungen in Verbindung gebracht werden.

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