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Meningitis: Deshalb musste die kleine Faye an der Hirnhautentzündung sterben

Meningitis: Deshalb musste die kleine Faye an der Hirnhautentzündung sterben
Die zweijährige Faye Burdett ist wenige Tage nach Ausbruch ihrer Hirnhautentzündung von einem schwerem Hautausschlag gezeichnet. © South West News Service, Bulls | Burdett family / SWNS.co

Impfungen gegen Miningitis sind nur für Kinder zwischen zwei und fünf Monaten erhältlich

Schon wieder ist in Großbritannien ein Kleinkind an einer Meningitis gestorben. Die hochgefährliche Hirnhautentzündung kam praktisch über Nacht. Die zweijährige Faye Burdett war ein kerngesundes, lebensfrohes Mädchen, das eines Nachmittages plötzlich anfing, vor Schmerzen zu schreien. Drei verschiedene Ärzte attestierten einen viralen Infekt, auch im Krankenhaus schickte man die Familie wieder weg. In der Nacht bemerkte die Mutter dunkle Flecken an Fayes Körper. Erst dann wurde ihre Erkrankung von den Ärzten ernst genommen. Elf Tage später war das kleine Mädchen tot.

Ihre Eltern wandten sich kurz danach mit einem schockierenden Foto ihrer todkranken Tochter an die Öffentlichkeit und erheben nun schwere Vorwürfe gegenüber der britischen Regierung. Eine Impfung gegen Meningokokken hätte das Mädchen schützen können. Der britische Gesundheitsdienst bietet diese Impfung aber nur für Kinder im Alter von zwei bis fünf Monaten an, aus Kostengründen. Als Fayes Eltern ihr Kind impfen lassen wollten, war es bereits zu alt. Nun sprechen sie vor dem Petitionskommittee des britischen Parlaments vor, um die Regierung doch noch zum Umdenken zu bringen. Erst im Februar berichteten wir über die sieben Monate alte Amelia. Auch sie starb an der Hirnhautentzündung. Die lebensrettende Impfung verpasste sie bloß um wenige Wochen.

(Bild: Bullspress)

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