LEBEN LEBEN

Mega-Party für den '#Dancing Man'

Erst verspottet, jetzt gefeiert

Eigentlich gibt es sowas nur im Märchen, aber manchmal schreibt das Leben eben doch die schönsten Geschichten: Nachdem sich ein User auf einer Internetplattform über einen beleibten tanzenden Mann lustig gemacht hat, kam es zu einer Internet-Welle, mit der so keiner gerechnet hätte und die einen an das Gute im Menschen glauben lässt.

Die Geschichte beginnt mit einem beschämenden Post auf dem Netzwerk '4chan'. Dort postete ein User das Bild eines tanzenden Mannes mit den Worten "Habe letzte Woche dieses Exemplar beim Tanzen erwischt. Er hörte damit auf, als er uns lachen gesehen hat", wie die 'Huffingtonpost' berichtet. Das Foto hatte der Nutzer mit "belly" ("Bauch") beschriftet.

Dieser fiese und menschenverachtende Post rief eine Welle der Solidarität hervor, deren Ende zeigt, dass das Internet durchaus auch das Gute im Menschen hervorbringen kann. Denn Twitter-Userin Cassandra Fairbanks entdeckte den Mobbing-Post und retweetete ihn - allerdings nicht aus Boshaftigkeit, sondern schockiert von so viel Gemeinheit. Unter dem Hashtag #FindDancingMan startete die junge Frau aus Los Angeles eine Suche nach dem tanzenden Man, um gemeinsam mit einer Gruppe von Frauen "etwas Gutes" für ihn zu tun. Niemand solle sich für seinen Körper schämen, so Cassandras Botschaft auf Twitter.

Sogar Pharrell Williams tanzt mit

Und ihr Tweet war erfolgreich: Sie fand Sean, den 'Dancing Man' aus London, der sich mit einer Nachricht bei ihr meldete. Cassandra und ihre Damen luden den Briten mit einer wundervollen Einladung zum Tanz ein:

"Dancing Man,wir wissen nicht viel über dich, aber ein Foto im Internet legt die Tatsache nahe, dass du tanzen wolltest und dir das Gefühl vermittelt wurde, dass du das nicht tun solltest. Wir wollen dich ausgelassen tanzen sehen und wenn du einverstanden bist, würden wir gern mit dir tanzen. Um es klar zu sagen, wir sind 1.727. Und wir sind alle Frauen." Unterzeichnet ist die offizielle Einladung mit "Eine manchmal übermotivierte Gruppe junger Frauen aus Kalifornien".

Wenn das mal keine Einladung ist! In Los Angeles haben Cassandra und ihre Freundinnen jetzt eine Riesen-Party für den Briten geschmissen. Niemand Geringeres als Pharrell Williams und Moby zeigten sich so beeindruckt von der Solidaritäts-Aktion, dass ihr DJ-Dienste für die Mega-Sause angeboten haben. Wenn das mal keine märchenhafte Geschichte ist. Eine, die so schön nur das Leben schreiben kann.

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