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Medizinisches Wunder? Mutter verabreicht krebskrankem Sohn heimlich Cannabis - heute ist er geheilt

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Mutter verabreicht krebskranken Jungen heimlich Cannabis © action press

Callie setzte all ihre Hoffnung in das vermeintliche Wundermittel

Hanf bzw. Cannabis ist einer der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Während Cannabis einerseits als gefährliche Droge verdammt ist, besitzt die Heilpflanze medizinisch therapeutische Wirkungen, die vor allem bei einer Chemotherapie gegen Übelkeit und Erbrechen helfen sollen. Einige Wirkstoffe von Cannabis wie Tetrahydrocannabinol (THC) oder Cannabidiol (CBD) sollen sogar krebshemmend wirken. Viele Patienten hoffen nun auf das Wundermittel. Auch Callie Blackwell hoffte und bangte. Ihr krebskranker Sohn Deryn lag im Sterben. Er hatte aufgegeben. In ihrer Verzweiflung verabreichte die Mutter ihrem Sohn heimlich Cannabis-Öl. Heute ist Deryn komplett geheilt.

"Ich wollte sterben. Ich hatte genug vom Leben"

2010 wurde bei Deryn Leukämie diagostiziert. Chemotherapien und unzählige Bestrahlungen waren von nun an ein Teil seines Lebens. Doch Deryn gab nicht auf. Er kämpfte sich zurück und durfte anderthalbjahre später wieder zur Schule. Der Krebs war noch nicht vollkommen besiegt, aber Deryn war auf einem guten Weg.

Drei Monate später dann der Schock: Die Ärzte entdeckten eine zweite bösartige Krebsart - das Langerhans-Zell-Sarkom. Eine äußerst seltene Krebsart, an der zu dem Zeitpunkt fünf Menschen auf der Welt erkrankt waren. Wieder musste sich Deryn einer Reihe quälender Chemotherapien unterziehen. Sein Zustand verbesserte sich jedoch nicht. Die Ärzte fanden heraus, dass es Probleme mit seinem Knochenmark gab. Eine Transplantation sollte Deryn retten. Nach kurzer Zeit fand sich auch schon ein Spender. Die Operationen blieben jedoch erfolglos. Drei Versuche hatten die Ärzte schon unternommen. Die Familie war am Boden zerstört. Ohne neues Knochenmark konnte Deryns Immunsystem nicht arbeiten. Der vierte Versuch würde sein letzter sein. 46 Tage nach der OP stieß Deryns Körper das Knochenmark immernoch ab. "Nur Antibiotika und Morphium hielten ihn am Leben, ohne sie wäre er nach drei bis sieben Tagen gestorben", sagte seine Mutter Callie.

Deryn war kraftlos und erschöpft. Es war der Moment, in dem ihr Sohn sterben wollte. "Ich hatte genug vom Leben."  Die Ärzte gaben ihm noch maximal eine Woche. Doch selbst die war er leid.

Letzte Hoffnung: Cannabisöl

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Callie und ihr Sohn Deryn in der britischen Fernsehsendung "This Morning". © © This Morning/Youtube

Deryn hatte aufgegeben. Schon so lange hatte er um sein Leben gerungen. Seine Mutter wollte von all dem nichts hören. "Weil das Langerhans-Zell-Sarkom eine so unbekannte Krankheit war, hatte ich angefangen, mich im Internet zu informieren", erzählt sie. Medizinisches Cannabis sollte ihrem 14-jährigen Jungen helfen. Also fragte sie die Ärzte, ob sie denn das schon versucht hätten. "Doch die Ärzte durften es ihm nicht geben, weil sie keine Lizenz hatten, es Kindern zu verabreichen", so Callie. Das hinderte sie aber nicht daran, mit ihrem Sohn einen Pakt zu schließen und ihm das Öl ohne das Wissen der Ärzte zu geben. Deryn war einverstanden.

Bereits eine halbe Stunde nach der Einnahme ging es Deryn besser, berichtet seine Mutter. Die Schmerzen waren weg. Nach fünf Tagen sei auch Deryns Gesundheitszustand besser geworden. Callie war ganz aus dem Häusschen: "Seine Wunden an der Hand waren auf einmal nicht mehr da. Und am 75. Tag nach seiner Knochenmark-Transplantation war er komplett geheilt. Damit hätte ich im Traum nicht gerechnet".

Drohen der Mutter jetzt rechtliche Konsequenzen?

Der 17-jährige ist heute wieder zu 100 Prozent gesund. Über die Krankheit ihres Sohnes schrieb die Mutter jetzt ein Buch – 'The boy in 7 billion'.

Deryn und seine Mutter Callie erzählten ihre bewegende Geschichte in der britischen Fernsehsendung 'The Morning'. In dem Interview weißt der Moderator die Mutter daraufhin, dass sie mit einer Strafverfolgung konfrontiert werden könnte. Der Besitz von Cannabis ist in Großbritannien illegal und kann eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren nach sich ziehen. Callie und ihr Sohn sind empört und schütteln nur den Kopf.

Wir hoffen natürlich, dass Deryn sein Leben endlich in vollen Zügen genießen kann.

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