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Mediziner: Übergewicht ist wie eine Krankheit - Magenverkleinerung bringt Erfolg

Magenverkleinerung: 40 Kilo weg
Magenverkleinerung: 40 Kilo weg Erst Magen-OP brachte Gewichtsverlust 00:03:17
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Wenn Diäten versagen, hilft nur noch eine Magen-OP

Wer unter starken Gewichtsproblemen leidet, weiß, wie hart der Kampf gegen Übergewicht ist. Auch Simone S. kämpfte Jahrelang gegen die Pfunde, und erst eine Magenverkleinerung brachte ihr die Erlösung. Und ihr Problem war gewichtig: 125 Kilo brachte die 48-Jährige auf die Waage, viel zu viel! Dabei hatte sie doch alles Mögliche versucht: Haufenweise Diäten, Kalorien zählen, Fastenaktionen. Nichts half!

Professor Dr. Matthias Pross erläutert, warum alle Bemühungen scheitern mussten: Viele Menschen mit starkem Übergewicht essen lange Zeit so viel, dass sich der Magen vergrößert. Ein Sättigungsgefühl stellt sich erst dann bei ihnen ein, wenn sie riesige Portionen vertilgt haben. Der Körper verlangt immer mehr. Es ist wie eine Krankheit.

Simone S. konnte gegen ihren Körper einfach nur verlieren: „Ich hab’s nicht ausdauernd genug geschafft“, beschreibt sie ihren Kampf gegen die Pfunde. Das Wunschgewicht blieb einfach nur ein Wunsch. Dabei hatte sie so unter ihrem enormen Gewicht gelitten. „Ich fühlte mich als Versagerin“, beschreibt sie ihren Frust.

Aber auch die körperlichen Folgen des Übergewichts sind eine große Belastung. Besonders die Knie, die die vielen Kilos tragen müssen, bereiten den Betroffenen Beschwerden. Weitere Krankheitszeichen sind zunächst unauffällig. Später knirscht es aber an allen Ecken und Enden. Der Blutdruck steigt, die Blutfett-Werte verschlechtern sich rapide. Dann drohen alle möglichen Herz-Kreislauf-Krankheiten und es gibt ein stark erhöhtes Risiko für Diabetes.

So entschloss sich Simone S. zu einem radikalen Schritt: eine Magenverkleinerung. Jetzt wiegt sie nur noch 85 Kilo. 40 Kilo hat sie bereits verloren. Es ist für sie wie ein neues Leben. Sie fährt wieder Rad, und manchmal, wenn sie ihr Spiegelbild in einem Schaufenster sieht, erkennt sie sich selbst nicht. Jedenfalls nicht auf den ersten Blick.

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