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Medikamente gegen Sodbrennen

Sodbrennen ist extrem störend.
© dpa, Armin Weigel

Medikamenten-Gruppen gegen Sodbrennen

Medikamente gegen Sodbrennen

Ziel einer medikamentösen Behandlung ist es, die Säurebildung zu verhindern oder die Säure in ihrer Wirkung abzuschwächen. Dabei unterscheidet man drei Medikamentengruppen:

Protonenpumpenhemmer

Sie stoppen die Bildung eines Enzyms, das für das Einströmen der Magensäure in das Mageninnere verantwortlich ist. Da das Enzym vor allem morgens gebildet wird, werden Protonenpumpenhemmer meist am Morgen eingenommen, viele Ärzte empfehlen aber auch eine Einnahme vor dem Abendbrot. Sie werden bei starken Beschwerden eingesetzt und sind zum Teil verschreibungspflichtig. In einer geringen Dosierung gibt es sie aber auch rezeptfrei. Wirkstoffe sind beispielsweise Omeprazol sowie Pantoprazol, Lansoprazol und Rabeprazol.

Antazida

Sie stoppen nicht die Bildung aber neutralisieren die Magensäure. Entsprechende Wirkstoffe sind rezeptfrei und gut für den vorübergehenden Einsatz und teilweise auch für Schwangere geeignet. Länger anhaltende Wirkung zeigen die Wirkstoffe Aluminiumhydroxit und Magnesiumhydroxit. Da Antazida die Säure direkt im Magen binden, nimmt man die Medikamente dann ein, wenn Beschwerden auftreten, d.h. meistens zwei Stunden nach dem Essen und zur Nacht. Zu beachten ist allerdings, dass Betroffene Antazida grundsätzlich mit etwa zwei Stunden Abstand zu anderen Arzneimitteln einnehmen, weil sie deren Wirksamkeit einschränken können.

Gegen Sodbrennen gibt es viele Pillen auch ohne Rezept

H2-Antihistaminika

Antihistaminika, auch Histamin-Rezeptorblocker oder Histamin-Rezeptorantagonisten genannt, sind Wirkstoffe, welche die Wirkung des körpereigenen Botenstoffs Histamin abschwächen oder aufheben, indem sie Histamin-Rezeptoren blockieren. Histamin ist ein wichtiger Botenstoff für die Bildung und Freisetzung der Magensäure.

Da die Bildung der Magensäure hauptsächlich nachts stattfindet, ist die Einnahme zur Nacht besonders wichtig. Manchmal muss man zusätzlich auch am Tag eine Dosis einnehmen. Für eine kurzzeitige Anwendung von maximal sechs Tagen sind manche H2-Rezeptorenblocker auch ohne Rezept erhältlich.

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