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Mausarm und iPad-Schulter: Fünf Tipps, die helfen

Die Arbeit am iPad verursacht oft einen Mausarm.
Fehlhaltungen beim Arbeiten am iPad oder PC rufen oft einen 'Mausarm' hervor. © Karl Thomas

So krank macht das Büro

Kleine Geräte, große Schmerzen: Smartphone, Maus und iPad sorgen für Fehlhaltungen am Arbeitsplatz und verursachen so neumodische Krankheiten wie Mausarm, Handy-Nacken oder iPad-Schulter. Nicht nur der richtige Umgang mit der fortschrittlichen Technik will gelernt sein. Auch Ihre Gesundheit sollte dabei keine Rückschritte machen.

Schon einen Büro-Tag lang vor einem normalen Monitor zu sitzen, schadet dem Rücken, verspannt die Schulter- und Nackenmuskulatur, überanstrengt die Augen. Das Bedienen des PCs mit einer Computermaus oder einer Tastatur hat die Bildung des längst bekannten Mausarms (schmerzhafte Veränderungen im Arm oder der Hand) zur Folge und hat bereits einen medizinischen Namen: RSI-Syndrom. Das steht für ‚repetitive strain injury‘ und bedeutet eine Verletzung durch wiederholte Belastung. Diese Bezeichnung trifft im Grunde auf alle körperlichen Leiden zu, die durch den Umgang mit moderner Technik und der entsprechenden Körperhaltung hervorgerufen werden. In einigen Ländern gilt dieses Krankheitsbild sogar als anerkannte Berufskrankheit Nummer eins.

Mausarm: Schmerzen im Arm entstehen oft bei der Arbeit am Tablet-PC

Mittlerweile bereiten vor allem technische Kommunikationsgeräte, die wir in den Händen halten, orthopädische Probleme. Mit gebeugtem Kopf über dem Tablet-PC zu hocken, der auf den Beinen liegt und mit einer Hand umklammert wird, führt zu einer fast schon embryonalen Haltung. Kein Wunder, dass nach Stunden, die wir schnell in der Cyber-Welt verbringen, der Nacken schmerzt und die Schultern verkrampft sind. Diese Position hat die Evolution des Menschen auf Dauer nicht vorgesehen! Wenn wir dann auch noch das Telefon zwischen Schulter und Kopf klemmen, ist bald eine ausgiebige Massage nötig und mittelfristig eine physiotherapeutische Behandlung.

Im Büro-Alltag wie auch zu Hause gilt: Wenn Sie regelmäßig PC, Smartphone oder Tablet nutzen, sorgen Sie für einen ergonomischen Arbeitsplatz mit der richtigen Sitzposition und einer entspannten Kopf- und Armhaltung.

1. Ideal sind ein höhenverstellbarer Bürostuhl und -tisch, eine gebogene Tastatur, eine ergonomisch geformte Maus, eine Handauflage.

2. Stellen Sie den Bildschirm auf die passende Höhe ein.

3. Das Tablet gerade vor das Gesicht zu halten, wie es richtig wäre, um den Hals zu entlasten, geht natürlich in die Arme und ist daher nur kurz möglich. Wechseln Sie für längeres Arbeiten stattdessen besser an einen PC mit großem Monitor.

4. Wechseln Sie häufiger den Halte-Arm und die Wisch-Hand beziehungsweise wechseln Sie zwischen Tastatur und Computermaus.

5. Legen Sie bei Tätigkeiten – egal mit welchem Gerät – regelmäßig Pausen ein und bewegen Sie sich, um die Muskulatur zu entspannen.

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