Massenhochzeit in Südkorea: 3.500 Paare sagen "Ja"

Massenhochzeit in Südkorea
3500 Paare geben sich das Ja-Wort © dpa, Yonhap

Mun-Sekte feiert wieder Massenhochzeit

Knapp sechs Monate nach dem Tod des südkoreanischen Sektenführers San Myung Mun hat die von ihm gegründete Vereinigungskirche erstmals wieder eine Massenhochzeit durchgeführt. Etwa 3.500 Paare gaben sich in einer Zeremonie im südkoreanischen Gapyeong das Ja-Wort. Weitere 24.000 Paare sollen sich laut BBC per Live-Übertragung zugeschaltet und ebenfalls vermählt haben.

Doch das ist nicht das einzig Schräge an der ganzen Sache: Viele von den "Moonies", wie die Anhänger der Mun-Sekte genannt werden, lernten ihren Partner erst kurz vor der Trauung kennen. Die Zeremonie führte Muns Witwe Hak Ja Han (70) durch.

Angeblich drei Millionen Anhänger

Massenhochzeiten der Mun-Sekte finden schon seit den 60er-Jahren statt. San Myung Mun, der sich zu Lebzeiten selber als Messias bezeichnet hatte, starb Anfang September 2012 im Alter von 92 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung. Er hatte 1954 die Vereinigungskirche gegründet, die unter anderem durch ihre Massenhochzeiten weltweit Aufsehen erregte. Angeblich soll es weltweit drei Millionen Anhänger der Bewegung geben.

Zugleich schuf Mun ein Wirtschaftsimperium, das ihn zum Milliardär machte. Kritiker hatten ihm vorgeworfen, er strebe eine Art Weltherrschaft an.

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