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Massagegeräte im Test: Wie gut sind die Entspannungshelfer für Zuhause?

Massagegeräte im Test: Wie gut sind die Entspannungshelfer für Zuhause?

Ein Zwicken hier, eine Verspannung da – 80 Prozent der Deutschen haben irgendwann im Leben Probleme mit dem Rücken. Deshalb kommen auch immer neue Geräte auf den Markt, die angeblich wahre Wunder bewirken. In unserem Test haben wir drei Massagegeräte für Zuhause genauer unter die Lupe genommen.

Eine professionelle Massage ist eine echte Wohltat, doch sie kostet Geld und Zeit. Zeit, die Sandra Bohrisch, allein erziehende Mutter von drei Kindern und Geschäftsführerin einer Firma, nicht hat. Durch Stress und die Arbeit am Computer hat sie oft Verspannungen. Für uns testet Sandra drei Geräte für zu Hause. Ein preiswertes Mini-Massage-Gerät, eine wärmende Klopf-Bürste im mittleren Preissegment und eine teure, vibrierende Sitzauflage.

Bevor die Massagehelfer zum Einsatz kommen, lässt sich unsere Testerin von einem Physiotherapeuten untersuchen. Er stellt bei ihr einen hohen Verspannungsgrad fest: Eine acht auf der Skala von eins bis zehn.

Als Erstes testet Sandra das batteriebetriebene Mini-Massage-Gerät für elf Euro. Die leuchtenden Knöpfe vibrieren und sollen so Verspannungen lösen. Eine Woche hat Sandra das Gerät getestet. Und bereits am ersten Tag gab es Probleme: Sie kommt mit dem Gerät nicht so einfach an die Schulter. Nach einer Woche fällt das Urteil ernüchternd aus: „Für mich hat das jetzt nicht ganz so viel gebracht, außer dass es eben ganz angenehm war.“

Nach sieben Tagen machte der Physiotherapeut erneut den Verspannungs-Check. Doch auch er ist unzufrieden: „Das ist nach wie vor bretthart. Da sich das wirklich gar nicht verändert hat, bleibe ich bei der acht.“

Vor dem zweiten Test machte Sandra eine siebentägige Massagepause, um gleiche Ausgangsbedingungen zu schaffen. Dann testete sie ein Klopf-Massage-Gerät. Das hat eine Doppelstrategie gegen Verspannungen: Noppen mit Klopftechnik und ein wärmendes Infrarotlicht. Der Kostenfaktor: 60 Euro. Und das Gerät punktete bereits bei der ersten Anwendung, weil es praktischer ist als das erste Gerät.

Auch die Schmerzen sind nach einer Woche etwas besser geworden und der Physiotherapeut ist mit dem Ergebnis sichtlich zufrieden: „Da hat sich einiges getan. Der Rücken ist sehr viel lockerer insgesamt.“

Das letzte von uns getestete Gerät – eine Sitzauflage – ist in puncto Größe seinen Konkurrenten weit überlegen. Es arbeitet mit der chinesischen Shiatsu-Technik und fühlt sich an, wie eine Faust, die ständig im Rücken herumbohrt. Das große Gerät hat auch einen stattlichen Preis von rund 110 Euro.

Bereits zu Beginn der Testwoche wird unserer Testerin klar, dass die Sitzauflage nicht für jeden geeignet ist, denn zu groß darf man für dieses Massagegerät nicht sein. Doch es gibt auch einen Pluspunkt: Obwohl die Sitzauflage für einen Stuhl ist, funktioniert sie auch im Bett. Und Sandra fühlt sich nach der Testwoche tatsächlich weniger verspannt. Deswegen ist die Sitzauflage am Ende auch Sandras Favorit.

Auch für unseren Experten ist die vibrierende Sitzauflage der klare Sieger. Das Gerät hat nur einen Nachteil: In seiner Größe ist der Sitz leider nicht verstellbar.

Unser Fazit: Ein Massagegerät für Zuhause kann vielleicht nicht die professionelle Massage ersetzen, bringt aber trotzdem ein wenig Entspannung in den Alltag.

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