GESUNDHEIT GESUNDHEIT

Masern fordern weltweit 140.000 Todesopfer

Eine Impfung gegen Masern würde das Risiko minimieren.
Eine Impfung gegen Masern würde das Risiko minimieren. © dpa, Patrick Seeger

Impfung gegen Masern minimiert Risiko

Masern gehören nicht zu der Sorte unbedenkliche Kinderkrankheiten. Sie sind hoch ansteckend - dabei gibt es seit den 60er Jahren eine wirkungsvolle Impfung gegen Masern. Doch vor allem in Indien oder Afrika mangelt es an Impfungen für Kinder. Das traurige Ergebnis: Weltweit starben 2010 fast 140.000 Menschen an Masern. Auch in Deutschland sind 2011 1.600 Menschen an Masern erkrankt.

Im Jahr 2000 waren es allerdings rund 540.000 Menschen, die daran starben. Insgesamt ging die Zahl der Maserntote tatsächlich zurück. Doch die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte sich zum Ziel gesetzt, im Jahr 2010 die Zahl der Maserntote im Vergleich zum Jahr 2000 um 90 Prozent zu senken. Tatsächlich ist die Zahl nur um 74 Prozent gesunken.

Die WHO hatte gehofft, die Masern in Europa ganz ausrotten zu können. Das ist ebenfalls nicht gelungen. In Deutschland erkranken jährlich Hunderte Kinder. Das Robert-Koch-Institut verzeichnete 2011 sogar rund 1.600 Fälle.

Die Hälfte der Masern-Opfer aus Indien

Von den 140.000 Masern-Opfern weltweit lebten allein 47 Prozent in Indien, 36 Prozent in Afrika. In Südostasien seien 8 Prozent und in der östlichen Mittelmeer-Region 7 Prozent der weitweiten Masern-Fälle zu beklagen gewesen. Nordamerika und Europa verzeichneten jeweils weniger als ein Prozent der Todesfälle.

Vom 21 bis zum 27. April findet die Internationale Impfwoche statt. In dieser Woche machen die Mediziner auf die Masern-Gefahr aufmerksam. Sie raten Eltern dazu, ihre Kinder impfen zu lassen. Viele lehnen Impfungen gegen Masern, Mumps und Röteln allerdings noch immer ab.

Anzeige