Mann erleidet Hirnschlag 50 Meter vor einem Krankenhaus

Ein Mann erleidet vor einem Krankenhaus einen Hirnschlag, niemand darf helfen
Vor dem Krankenhaus haben Menschen Kerzen und Blumen aufgestellt © dpa, Matthias Balk

Hirnschlag - 50 Meter vom Krankenhaus entfernt

Ein 65-jähriger Mann erleidet in der Nähe eines Düsseldorfer Krankenhauses einen Hirnschlag. Wer denkt, dass er nun Glück im Unglück gehabt hat und ihm sofort Ärzte zur Hilfe eilen, irrt sich gewaltig: Als ein Ersthelfer Hilfe aus dem Krankenhaus holen will, wird ihm diese erst verweigert. Werner M. stirbt in der gleichen Nacht.

Der Rentner litt an einer schweren Lungenkrankheit, die genaue Todesursache wurde noch nicht geklärt. Trotzdem bleibt es unverständlich, wieso Krankenhausmitarbeiter sich zuerst weigern, sich um einen Menschen zu kümmern, der vor ihrer Tür zusammenbricht. Die Ärzte hätten sich nur um 50 Meter von dem Krankenhaus entfernen müssen, um dem Kranken zu helfen.

Das Krankenhaus hat bereits eine Stellungnahme veröffentlicht: "Nach derzeitigem Kenntnisstand gehen wir davon aus, dass ein Mitarbeiter die unübersichtliche Lage möglicherweise nicht richtig eingeschätzt hat". "Es wäre besser gewesen, einen diensthabenden Arzt zu informieren", so die Leitung des Krankenhauses. "Richtigerweise hat der Mitarbeiter die Feuerwehr informiert. Damit hat der Mitarbeiter korrekt und umsichtig gehandelt. Nur die Einsatzwagen verfügen über das mobile Equipment für derartige Notfälle."

Der Rettungswagen der Feuerwehr war innerhalb von sieben Minuten vor Ort und hat den Patienten in das Krankenhaus transportiert. "Bis in die frühen Morgenstunden unternahmen die Ärzte alle medizinisch notwendigen Maßnahmen, um das Leben des Patienten zu erhalten", betont die Klinik in ihrer Stellungnahme. "Sein gesundheitlicher Zustand machte es jedoch - unabhängig vom gesamten Hergang - unmöglich, sein Leben zu retten."

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