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Mandelsteine: Unscheinbare Ursache für Mundgeruch

Mandelsteine
Mandelsteine (oder auch Tonsillensteine) sind oft die Ursache für Mundgeruch. © Vittorio Stasi

So entstehen miefende Mandelsteine

Sie sind extrem lästig, aber nicht gefährlich: Mandelsteine. Dabei handelt es sich um kleine, weiß-gelbliche Ablagerungen in den Furchen der Mandeln. Erkannt werden sie oft erst dann, wenn es zu fiesem Mundgeruch kommt. Der tritt auf, wenn Bakterien beim Zersetzen ein übel riechendes Sekret absondern.

Mandelsteine sehen aus wie millimetergroße Wattebäuschchen im Mundraum. Sie entstehen, wenn sich die Furchen der Gaumenmandeloberfläche nicht schließen und sich Bakterien einnisten. Diese Furchen, Mediziner bezeichnen sie als Krypten, entstehen zum Beispiel nach einer Erkältung oder Entzündung im Rachenraum. Dort können sich auch Speisereste oder anderweitige Überbleibsel ansammeln, die Bakterien als perfekter Nährboden dienen. Im Fachjargon nennen sie sich Tonsillensteine.

Grundsätzlich ist das Auftreten weder ungewöhnlich noch schädlich. Mandelsteine verursachen normalerweise keine Halsschmerzen. Allerdings kann es zu Druckbeschwerden führen, da sie erhärten, je mehr Kalksalze hinzukommen. Sobald größere Beschwerden auftreten, ist es ratsam, die Meinung eines HNO-Arztes einzuholen, um sicher zu gehen, dass es sich nicht um eine Mandelentzündung handelt. Oft werden Tonsillensteine auch mit eitrigen Stellen verwechselt.

Im Internet kursieren diverse Selbsthilfeanleitungen zum Entfernen der Mandelsteine, die mit Vorsicht zu genießen sind, denn sie können zu Verletzungen im empfindlichen Rachenraum führen. Es ist besser, auf bewährte Methoden zurückzugreifen: Sie können den Mundgeruch mit Mundwasser bekämpfen, wodurch jedoch nicht die Ursache behoben wird. Oder aber Sie wenden sich an einen HNO-Arzt, der die Pfropfen absaugt. Oft werden die Mandelsteine auch verschluckt oder durch Husten oder Niesen aus dem Körper befördert.

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