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#ManBoobs4Boobs: Krebsvorsorge-Kampagne trickst Facebooks Richtlinien aus

So trickst Krebsvorsorge-Organisation Facebook aus
So trickst Krebsvorsorge-Organisation Facebook aus Originelle Kampagne 00:01:12
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Witziger Seitenhieb gegen Facebook, super Aktion für Krebsvorsorge!

Die meisten sozialen Netzwerke zensieren weibliche Brüste. Darum hat sich die argentinische Organisation für Krebsvorsorge 'Macma' (Movimiento Ayuda Cáncer de Mama) mit #ManBoobs4Boobs eine Kampagne der etwas anderen Art ausgedacht: Um auf das Thema Brustkrebs-Vorsorge und das Abtasten der Brüste aufmerksam zu machen, mussten für den Clip ein paar Männerbrüste herhalten.

Um gegen Facebooks Richtlinien zu verstoßen, braucht es keine Schimpfwörter oder Hasspredigen. Ein Foto von Brustwarzen genügt - weiblicher Brustwarzen. Denn diese sind laut dem größten sozialen Netzwerk sexualisierte Inhalte. Aber eben nur Frauen-Brüste. Diese Regel erschwert die öffentliche Arbeit von Brustkrebs-Organisationen wie beispielsweise 'Macma'.

Vor dem Dreh der Kampagne standen die Macher nämlich vor einer Herausforderung: Wie können wir das Abtasten einer Brust realitätsnah zeigen, ohne von Facebook zensiert zu werden? Mit Männerbrüsten! Und mit diesem genialen Trick umgeht der Verein ganz einfach die Richtlinien. Ein schöner Seitenhieb gegen die Zensurmaßnahmen von Facebook und Co. und zugleich eine tolle Aktion für Vorsorge-Untersuchungen.

Frühzeitig erkannt ist Brustkrebs meist heilbar

Auch wenn die Kampagne #ManBoobs4Boobs erst witzig erscheint, die Botschaft dahinter ist enorm wichtig: Leute, tastet eure Brüste ab! Brustkrebs ist nämlich die häufigste Krebserkrankung bei Frauen - 17.000 Frauen sterben laut der Deutschen Krebsgesellschaft jährlich daran. Aber auch Männer können daran erkranken. Brustkrebs ist zwar die häufigste Krebsart, aber nicht die gefährlichste. Wird er nämlich rechtzeitig erkannt - beispielsweise durch das Abtasten - ist er in den meisten Fällen heilbar.

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