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Mammakarzinom: Lapatinib und Tastuzumab als Wunderwaffe gegen Brustkrebs?

DAS ist Brustkrebs
DAS ist Brustkrebs Emotionaler Facebook-Post 00:01:09
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Nach elf Tagen war das HER2-positive Mammakarzinom besiegt

Britischen Forschern ist ein sensationeller Erfolg im Kampf gegen Brustkrebs gelungen: Durch die Kombination zweier Wirkstoffe war bei einem Viertel der behandelten Frauen der Tumor innerhalb von nur elf Tagen geschrumpft oder sogar verschwunden. Und das, obwohl das behandelte HER2-positive Mammakarzinom als besonders aggressiv gilt.

Für die neue Brustkrebstherapie kombinierten die Wissenschaftler erstmals die beiden - bekannten und bewährten - Wirkstoffe Lapatinib und Tastuzumab, die das Wachstum von Tumorzellen hemmen oder komplett blockieren. 257 Patientinnen wurden im Rahmen einer Studie damit behandelt, wie das Forscherteam der University of Manchester jetzt bei der 'Europäischen Brustkrebs Konferenz' in Amsterdam erklärte.

Besonders erfreulich: Eine begleitende (und belastende) Chemotherapie war nicht nötig und dennoch schlug die Behandlungsmethode extrem schnell an. Das Untersuchungsergebnis könnte die Krebsforschung entscheidend voranbringen, denn unter dem HER2-positiven Mammakarzinom leiden 20 bis 25 Prozent aller Brustkrebspatientinnen.

Noch kann die Behandlungsmethode allerdings nicht standardmäßig angewendet werden - für die Zulassung sind weitere klinische Studien notwendig.

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