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Mahngebühren: So hoch darf die Summe sein

So viel müssen Sie wirklich zahlen
So viel müssen Sie wirklich zahlen Mahngebühren oft zu hoch 00:02:00
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Diese Regelungen greifen bei Mahngebühren

'MAHNUNG' – bei diesem Wort graut es den meisten. Denn die erhobenen Gebühren dafür sind oft hoch. Und viele zahlen die Rechnung aus Angst vor weiteren Folgen. Davon raten Verbraucherschützer ab. Michael Hummel von der Verbraucherzentrale erklärt, wie hoch die Gebühren tatsächlich sein dürfen.

Eine offene Rechnung, die noch irgendwo in der Schublade verstaut ist, wird schnell mal vergessen - und zack flattert die erste Mahnung ins Haus. Die Mahngebühren zahlen viele selbstverständlich, obwohl der geforderte Betrag oft viel zu hoch ist. Michael Hummel von der Verbraucherzentrale Sachsen: „Wir haben immer wieder Fälle von Verbrauchern, die pauschal für die erste Mahnung zehn Euro abgerechnet bekommen. Das steigert sich dann: Je mehr Mahnungen kommen, desto höher wird der Betrag. Doch nur Beträge zwischen 1 - 1,50 Euro sind vertretbar.“ Ist der Betrag höher als die vom Experten genannte Summe, sollte die Gebühr erstmal nicht gezahlt werden. Michael Hummel rät, Kontakt zu dem Unternehmen aufzunehmen und um Aufklärung zu bitten.

Besonders berüchtigt für ihre Wucher-Mahngebühren sind Reiseveranstalter, Handy- und Internetanbieter. Dabei dürfen diese nach jüngsten Gerichtsurteilen nicht mehr als 2,50 Euro Mahngebühren erheben. Bei Schreiben von Behörden hingegen gilt eine andere Regelung, weiß die Fachanwältin Anja Hanisch: „Wenn es sich um KFZ-Steuern oder um einen Abwasserbescheid handelt, befinden wir uns im Verwaltungsrecht. Da greift eine andere Regelung, denn diese sind gesetzlich geregelt. Die Höhe der Mahngebühr orientiert sich an der Höhe der Forderung, die fällig ist.“

Wer sich nicht sicher ist, ob die geforderte Mahngebühr gerecht ist, kann sich Hilfe in der Verbraucherzentrale holen.

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