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Magersüchtig durch eine Kalorien-App?

Fast zu Tode gehungert - wegen einer App
Fast zu Tode gehungert - wegen einer App Beth (14) nutzte das Handy, um Kalorien zu zählen 00:02:53
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Das Smartphone als Diäthelfer

Viele von uns kennen sie - die Apps, die uns helfen sollen Sport zu machen oder abzunehmen. Eine Mutter aus England hat ihre Tochter jetzt aber fast durch eine solche Magersucht-App verloren. Die erst 14-jährige Beth O'Brian hungerte sich fast zu Tode.

Eigentlich wollte Beth um Weihnachten herum nur ein paar Kilogramm abspecken. Vier Monate später hat sich die junge Engländerin fast zu Tode gehungert, sie wurde in einer Klinik künstlich ernährt. Und schuld daran ist eine Kalorienzähl-App, das sagt zumindest ihre Mutter Fran. "Beth hat nicht nur das Essen komplett eingeschränkt, sondern auch das Trinken. Außer Wasser gab es nur Lightprodukte. Sie trank nicht einmal Obstsäfte, weil sie wegen der App wusste, wie viele Kalorien darin pro Milliliter enthalten sind", sagt Fran O'Brian.

"Wenn ich das gewusst hätte, was ich heute weiß, dann hätte ich viel früher reagiert. Beth war plötzlich ein wandelndes Lexikon, was die Kalorienzahl von jeglichem Essen angeht", erklärt die Mutter. Die App hat Beth ermöglicht, Kalorienangaben für alle möglichen Produkte nachzuschauen - und das sogar für verschiedene Portionsgrößen.

Fran will andere Eltern warnen: Kalorienzähl-Apps sind keine harmlosen Diäthelfer. Sie hofft, dass ihre Tochter das Essen bald wieder genießen kann, statt nur die Zahlen darin zu sehen.

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