Magere Schaufensterpuppen der Modekette 'Glassons' lösen Magersuchts-Debatte aus

Fördern diese Schaufensterpuppen den Magerwahn?
Können Schaufensterpuppen junge Menschen in die Magersucht treiben?

Haben extrem dünne Schaufensterpuppen einen schlechten Einfluss?

Superdünn und bis auf die Rippen abgemagert. Ist das gesund oder erstrebenswert für junge Frauen und Mädchen? Diese Kontroverse löst gerade die neuseeländische Modekette 'Glassons' mit ihren Schaufensterpuppen aus.

Die Schaufensterpuppen der Modekette haben weder Zehen, noch ein Gesicht, dafür erfüllen sie ein sehr fragwürdiges Schönheitsideal: sie sind extrem dünn. Sogar die Rippen am Brustkorb stehen bei den Puppen deutlich hervor. Eine Twitter-Userin postete ein Bilder der Puppe mit dem Text: „Schaut euch mal diese Schaufensterpuppe von Glassons an. Magersucht ist dieses Jahr im Trend.“ Auch wenn Schaufensterpuppen schon immer dünner als der Durchschnitt waren, setzen diese neuen Mannequins dem ganzen Magerwahn die Krone auf. Der geschätzte BMI der Mager-Puppen liegt bei etwa 18,5. Mit einem BMI unter 19 gilt man in der Regel als untergewichtig.

'Glassons' ist nicht die erste Modekette, die mit zu dünnen Schaufensterpuppen Ärger auf sich zieht. Auch in den Schaufenstern von Primark wurde schon Magersuchts-Schaufensterpuppen aufgestellt, ebenso beim Unterwäsche-Hersteller La Perla. Beide Ketten reagierten schnell und entfernten die Puppen aus den Fenstern. Kaum zu verstehen, wie 'Glassons' nun in die gleiche Falle tappen konnte.

Es bleibt zu hoffen, dass sich der Einfluss der Puppen auf die Kundinnen in Grenzen hält. Schließlich wird mit diesen Mager-Maßen ein Ideal vermittelt, das definitiv nicht als Ideal gelten sollte.

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