Männersprache: Ist sie fruchtbar, spricht er anders

Männersprache: Ist sie fruchtbar, spricht er anders
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Die Männersprache verändert sich beim Eisprung

Ihr Kollege redet noch verwirrenderes Zeug als sonst, der Busfahrer macht seltsame Witze über Fahrkarten und Ihr Partner versucht beim Abendessen besonders geistreich zu sein? Keine Sorge, die Kerle leiden nicht unter einer seltenen Krankheit - aber Sie haben wahrscheinlich gerade Ihre fruchtbaren Tage!

Von Merle Wuttke

Denn: Wenn Frauen ihren Eisprung haben, bekommt die Kommunikation zwischen den Geschlechtern eine ganz neue Dimension - böse Zungen könnten auch sagen, dann bekommt sie überhaupt erst einmal eine Dimension - sonst redet in Beziehungen ja meistens nur einer, und das ist die Frau.

Wie auch immer, US-Wissenschaftler fanden in einer Studie heraus, dass Männer an den fruchtbaren Tagen einer Frau anders mit ihr reden als normalerweise. Normalerweise heißt: Sie passen sich dem Sprachmodus ihres weiblichen Gegenübers an. Was man zu genüge von zu Hause kennt. Meist handelt es sich dabei um Dialoge in inhaltlich stark reduzierter Form. Etwa so. Mann: "Ja, Schatz. Wenn du meinst, Schatz. Alles, was du möchtest, Schatz." Was in der Regel nichts anderes bedeutet: "Ist mir doch wurscht, was es zum Abendessen gibt, lass mich nur möglichst schnell in Ruhe, damit ich weiter Fußball gucken kann."

Bis auf ein paar Tage im Monat ist die zwischengeschlechtliche Verständigung also eher simpel gestrickt. Merkt der Mann aber, dass die Frau ihren Eisprung hat, durch ihren Duft, Stimmlage oder durch ihr Verhalten, dann wird er plötzlich zur Sprachgranate. Statt die Satzbauten dem Gegenüber anzupassen, versuchen Männer auf einmal besonders originelle Satzkonstruktionen zu bilden. Die Forscher vermuten dahinter, den Versuch, so die Frauen beeindrucken zu wollen, um als potentieller Fortpflanzungspartner in die engere Wahl zu kommen.

Die Männersprache reagiert auf Fruchtbarkeit

Tja, und da hätten wir mal wieder den Beweis: Es dreht sich alles nur um Sex, Sex, Sex. Zumindest bei der anderen Hälfte der Menschheit. Sogar, wenn sie sich mal ein bisschen für uns anstrengen, verfolgen sie damit nur ein einziges Ziel: uns in Bett zu kriegen.

Nun gut, eine Entschuldigung kann man gelten lassen: Die Armen sind fruchtbaren Frauen hoffnungslos ausgeliefert und nicht mehr Herren ihrer Sinne. Ebenfalls wissenschaftlich bewiesen ist nämlich, dass der Geruch von Frauen während ihres Eisprungs die Urteilskraft von Männern enorm einschränkt. Sie finden auf einmal alle Frauen toll und begehrenswert, kein Wunder, dass sie in diesem Zustand keinen vernünftigen Satz mehr zu Stande bringen.

Hm, vielleicht sollte man diese temporäre Verwirrung mal für die eigenen Zwecke nutzen? Es ist auf jeden Fall mal einen Versuch wert, die nächste Gehaltsverhandlung mit dem Chef auf den eigenen Zyklus abzustimmen. Wer weiß, ob der harte Hund es dann immer noch schafft, zu fünfzehn Prozent mehr im Monat "Nein" zu sagen?!

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