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Männer und Schönheitsoperationen

Männer und Schönheitsoperationen

Jetzt hat der Jugend- und Schönheitswahn auch die deutschen Männer erwischt: Immer mehr gehen zum Chirurgen, um hier was weg schnibbeln, da was weg saugen und dort was aufzupolstern zu lassen. Ganz weit vorne sind die Männer inzwischen im Botox-Geschäft. "Die Anzahl der Faltenbehandlungen bei Männern ist massiv gestiegen - allein um 44 Prozent haben die Behandlungen mit Botulinumtoxin (Botox) im Vergleich zum Vorjahr zugelegt", so Prof. Heinz G. Bull, Präsident der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland. Männer störe vor allem die sogenannte Zornesfalte, die das Gesicht oft alt und vergrämt aussehen lasse.

Eine weitere Operationsart hat sich bei den Herren der Schöpfung sogar verdoppelt: Brustverkleinerungen! Wäre nicht nötig, wenn sie eben Schöpfung Schöpfung sein ließen. Ein Grund für den unerwünschten Busen sei nämlich unter anderem das unkontrollierte Doping im Amateursportbereich. Je nach Zusammensetzung des Mittels kann es nämlich Brustwachstum auslösen.

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Faltenbehandlungen bei Frauen sind dagegen rückläufig. Grund hierfür ist aber nicht etwa Einsicht oder Resignation, sondern einfach mangelndes Kleingeld. "Die Zeiten der Wirtschaftskrise bringen mit sich, dass Frauen nach wie vor ihre Falten behandeln lassen, die Frequenz aber geringer ist“, so Bull.

Laserchirurgische Eingriffe im Gesicht sind am gefragtesten, gefolgt von Fettabsaugungen und Lidplastiken. Insgesamt nahmen die GÄCD-Mitglieder 2008 rund 141.000 Schönheitsoperationen vor und 97.185 Faltenbehandlungen mit Fillern und Botox. Einen Boom von Schönheitsoperationen unter Jugendlichen gebe es nicht. "Meistens liegen medizinische Gründe für die Eingriffe vor." Hmm... man muss es nur richtig verkaufen.

Botox ist lebensgefährlich

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Die künstliche Schönheit hat seinen Preis. So berichtet das Zentrum der Gesundheit (ZDG) mit Berufung auf die amerikanischen Arzneimittelzulassungsbehörde FDA, dass mindestens 16 Personen nach der Injektion von Botox starben. Der Stoff Botuminumtoxin war in andere Teile des Körpers gewandert.

Diese Todesfälle werden in einer Petition der Interessengruppe Public Citizen angeführt, um eine ‚black box’-Warnung auf der Verpackung von Botox und ähnlichen Präparaten zu erreichen. Eine ‚black box’ ist die höchste Warnstufe, mit der die FDA ein Produkt versehen kann, bevor es vom Markt genommen wird.

Public Citizen hat 180 Berichte über Nebenwirkungen, die der FDA gemeldet wurden, überprüft und dabei festgestellt, dass mindestens 87 Menschen ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten und 16 Menschen - darunter befanden sich vier Minderjährige – starben.

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