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Männer und Frauen kaufen anders ein

Männer und Frauen kaufen anders ein

In einer immer unübersichtlicher und komplizierter werdenden Welt, ist es doch schön, wenn ein paar einfache Kategorien konstant sind. Schwarz - weiß, gut - schlecht, Mann – Frau. Und da ist es auch immer gut, wenn Studien die verlässlichen Gesetzmäßigkeiten bestätigen. Jetzt ist z.B. endlich belegt und aufgeklärt, warum Frauen beim Shoppen ewig brauchen und Männer einkaufen viel schneller erledigen. Die Gene sind schuld. Frauen können also gar nichts dafür, wenn der Bummel über die Kö oder den Ku’-Damm so lange dauert, dass der Rücken schmerzt. Sie wollen potentielle Begleiter damit gar nicht mürbe machen, damit diese die Kreditkarte schneller zu zücken. Was passiert da also in den Genen?

Die unterschiedlichen Einkaufsstrategien haben Mann und Frau ihren in grauer Vorzeit üblichen Tätigkeiten als Jäger bzw. Sammlerin zu verdanken. Diese Theorie hat zumindest ein amerikanischer Forscher, die er im Fachblatt "Journal of Social, Evolutionary, & Cultural Psychology" erläutert. Frauen in Jäger-Sammler-Gesellschaften kehrten nämlich beim Sammeln immer wieder an dieselben Stellen zurück, an denen sie einmal fündig geworden sind. Sie mussten sehr erfahren und geschickt sein, genau die richtige Farbe, Beschaffenheit und den richtigen Geruch der Nahrung zu erkennen, um sicherzustellen, dass diese genießbar und von guter Qualität ist. Diese verinnerlichte Gewohnheit wenden sie heute eben bei Schuhen, Hosen, T-Shirts usw. an. Logisch. Oder etwa nicht?

Ganz anders das Einkaufen bei Männern: Sie haben häufig ein ganz bestimmtes Objekt im Sinn und wollen dazu einfach nur in einen Laden rein, es kaufen und wieder raus. So ist es auch als Jäger von zentraler Bedeutung, die Beute anzuvisieren, zu erlegen und das Fleisch so schnell wie möglich nach Hause zu bringen. Ah ja! Das hat Mario Barth auch ohne wissenschaftlichen Hintergrund schon längst gewusst. Wenn alles doch so schön einfach zu erklären wäre…

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