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Männer shoppen: Berliner Pop-up-Store bietet Männer zum Verkauf an

Shop A Man: Der Mann als Ware
Shop A Man: Der Mann als Ware Die etwas andere Single-Börse 00:02:39
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Was ist der Reiz beim Männer shoppen?

Bald gibt’s echte Männer zum Verkauf! Ja, richtig gelesen. Statt schicker Schuhe landet dann ein knackiger Kerl im Einkaufswagen. So verspricht es ein Berliner Fashion-Shop. Die Reaktion der Frauen: leichte Belustigung, aufkeimende Neugier und zarte Begeisterung. Entsetzen oder Empörung über die neue Ware Mann? Fehlanzeige! Was ist los? Sind wir mittlerweile alle moralisch völlig verkommen? Was ist der Reiz am käuflichen Kerl?

Männer shoppen
In Berlin gibt es nun einen Shop, in dem man Männer shoppen kann © rangizzz - Fotolia, Przemyslaw Koch

Von Dagmar Baumgarten

Früher wollten wir uns die Männer backen, aber weil ja heutzutage die Hausfrauenqualitäten immer mehr auf der Strecke bleiben, verlassen wir uns heutzutage anscheinend lieber auf unser Portemonnaie. Da keimt natürlich beim ältesten Gewerbe der Welt sofort neue Hoffnung auf. Sind Frauen als Freier endlich die neue Zielgruppe? Auf jeden Fall sind sie theoretisch deutlich weniger abgeneigt als früher. Die Praxis sieht aber anders aus. Das Kopfkino läuft zwar heiß bei dem neuen Shopping-Angebot: "Mann zum Mitnehmen", in der Realität bezahlen Frauen allerdings keinen Cent dafür.

Daran sind schon zahlreiche Begleitagenturen verzweifelt. Immer wieder denken gierige Geschäftemacher, dass jetzt doch endlich die Zeit reif sein muss, dass sie mit dem bezahlten Beischläfern bei Frauen lang unterdrückte Bedürfnisse wecken können. Männer haben es doch Jahrhunderte lang vorgemacht. Also muss doch endlich auch die emanzipierte Frau bereit sein, sich für ein paar Euros erregen zu lassen. Tja, ist aber nicht so. Wer sich auf das Geschäftsmodell "Frau zahlt für Mann" verlässt, macht finanziell schnell schlapp. Woran liegt das es? Nicht an Prüderie. Es interessieren sich mehr Frauen für ein Callgirl, das sie gemeinsam mit ihrem Mann buchen als für einen Callboy!

Männer shoppen zu können wird viele neugierig machen

Der simple Grund: Frauen ticken auch im Jahr 2013 immer noch anders als Männer - und zwar besonders was ihre Sexualität betrifft! Der Kick der Vorstellung, sich einen Mann kaufen zu können, liegt nur in der Phantasie, ihn zu beherrschen. Es ist die geheime Rache, dass endlich einmal er machen muss, was sie sagt. Je gedeckelter sich die Frau fühlt, umso verführerischer erscheint ihr der Gedanke, dass sie mal sagt, wo es lang geht. Allerdings, wie gesagt, gilt das nur für die Phantasie. In der Realität kann Frau nichts damit anfangen, dass ein Hampelmann nach ihrer Pfeife tanzt, weil sie ihn dafür bezahlt.

Nicht weil wir fortschrittlicher sind als die Männer, sondern weil wir eben doch alle noch unseren Urinstinkten unterworfen sind. Der Mann will sich nur vermehren. Wenn da eine an der Ecke steht, der man dafür Geld geben muss, ist das nicht weiter tragisch. Dafür ist man sie schnell wieder los und außerdem hat sie ja gesagt, "Oh Baby, so gut wie du war noch keiner!" Durch die situationsbedingte Blutarmut glaubt Mann das, egal wie gelangweilt es dahergestöhnt ist. Also Trieb befriedigt UND was fürs Ego getan.

Ist bei Frauen leider anders. Sie wollen sich nicht nur vermehren. Bei ihnen ist das viel aufwändiger. Sie brauchen auch noch einen Versorger. Deshalb sind ihnen ja gerade das Kennenlernen und das Flirten so wichtig. Der Mann muss ihr beweisen, dass sie für ihn etwas Kostbares ist. Und das darf Frau nichts kosten!

Das PR – Angebot "Männer shoppen" wird also wohl viele Neugierige anlocken, aber die armen Kerle könnten trotzdem als Ladenhüter versauern. Echte Leidenschaft ist für Frauen eben immer noch unbezahlbar!

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