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Lymphdrüsenkrebs: Kranke Mutter hofft auf Werder Bremen

Nur genetischer Zwilling hilft bei Lymphdrüsenkrebs

Steffi Mauer aus Bremen ist 23 Jahre alt und Mutter einer Tochter. Bis vor drei Jahren führte sie ein glückliches Leben - doch dann diagnostizierten die Ärzte Lymphdrüsenkrebs bei der jungen Mutter. Wie Steffi mit ihrem Schicksal umgeht und warum sie im Kampf gegen den Krebs den Mut fasst, sich mit ihrer Geschichte an über 40.000 Menschen zu wenden.

Lymphdrüsenkrebs: Kranke Mutter hofft auf Werder Bremen
Eine einzige Blutspende könnte das Leben der jungen Mutter retten. Sie muss aber von einem 'genetischen Zwilling' kommen. Nur einer von 20.000 Menschen kann ihr helfen.

Es ist kaum zu glauben, aber viel schlimmer als die Angst vor dem eigenen Tod ist für sie die Sorge um ihre kleine Tochter. Die Einjährige alleine lassen zu müssen, ihr die Geborgenheit einer Familie zu nehmen und nicht miterleben zu können wie sie aufwächst. Das sind die Gefühle und Gedanken, die die junge Mutter innerlich zerreißen.

Nur eine Stammzellspende kann die junge Mutter jetzt noch retten. Je mehr Menschen sich bei der deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) typisieren lassen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass auch Steffis Leben gerettet wird. Die Chance liegt bei 1 zu 20.000. Mehr als einen Pieks oder sogar nur einen Abstrich im Mund braucht es nicht für die Typisierung. Und obwohl es so einfach ist, wurde bisher kein passender Lebensretter gefunden. Doch ohne den kann auch der behandelnde Arzt kaum Hoffnung auf Heilung geben.

In Weser-Stadion sitzen mindestens zwei passende Spender

Obwohl ihre Lage fast aussichtslos erscheint: für ihre Tochter kämpft Steffi weiter und nimmt die Suche nach ihrem Lebensretter selbst in die Hand. In ihrer Verzweiflung wendet sich die fussballbegeisterte Bremerin mit ihrer Geschichte an die Fans ihres Lieblingsvereins Werder Bremen. Ihr Ziel: möglichst viele Menschen dazu zu bewegen, sich typisieren zu lassen. 42.000 passen in das Stadion an der Weser. Sie alle sind aufgerufen, Steffis Leben zu retten.

Glaubt man der Statistik müssten sich gleich zwei lebensrettende Spender unter den Fussballfans befinden. Ein Gedanke voller Hoffnung, der auch Steffi sichtlich berührt. Bislang wurde Steffis genetischer Zwilling nicht gefunden. Bei all ihrem Leid denkt die tapfere Frau am wenigsten an sich selbst, sondern vielmehr an ihre Tochter. Gemeinsam hofft die Familie auf einen passenden Spender.

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