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Lustkiller Kind? So schaffen Sie sich mehr Raum für die Partnerschaft

Lustkiller Kind? So schaffen Sie sich mehr Raum für die Partnerschaft
Kind muss kein Lustkiller sein © detailblick - Fotolia

Lustkiller Kind - und für Sex zu müde?

Kennen sie das? Seit morgens früh um fünf sind sie schon munter. Naja, munter ist wohl der falsche Ausdruck. Sie schlagen sich durch den Tag. Baby stillen, Baby wickeln, Baby umziehen, Baby bespielen, Baby stillen, Baby wickeln, Wäsche waschen, einkaufen, vollgespucktes T-shirt wechseln, die Reste vom Vortag im Stehen schnell verspeisen und wieder Baby stillen und wickeln. Am Abend fallen Sie dann todmüde ins Bett und haben die große Sehnsucht nach ein paar Stunden Schlaf. Und das geht schon seit Monaten so und große Veränderung ist nicht in Sicht.

Sex? Ein Fremdwort, dass Sie nicht vom Schlaf versprechenden Kissen holen kann. Als Mutter sind Sie für lustvolle sündige Verführungen schlicht und einfach zu müde und kaputt.

Sex gehört dazu

Sex gehört jedoch in eine Liebesbeziehung. Es verbindet ein Paar auch emotional und gehört in eine gute Ehe oder Beziehung eben einfach dazu. Wie also raus aus dem Debakel? Es muss ja nicht das Hauptthema in einer Beziehung sein. Die Kinder nehmen in dieser Zeit viel Raum ein. Aber vergessen Sie den Sex nicht ganz. Auch in der wunderschönsten Baby- und Kleinkinderzeit findet sich eine Lücke dafür. Der Abend nach einem anstrengenden Tag ist sicher nicht der beste Zeitpunkt um sich einer Liebesnacht zu widmen. Aber wie sieht es denn mit dem nächsten Wochenende aus? Parken Sie Ihr Kind bei den Großeltern oder bei einer guten Freundin. Und dann nutzen Sie die Zeit Ihrem Mann wieder näher zu kommen.

Lustkiller Kind: Schaffen Sie sich Zeit zu zweit!

Sprechen Sie mit ihm. Sagen Sie ihm, dass Ihre Unlust an der großen Anstrengung und Müdigkeit liegt. Dass es nichts mit ihm zu tun hat. Reden Sie über Ihre Sorgen und Bedenken. Manche Frauen haben aufgrund der Veränderung ihres Körpers Unsicherheiten entwickelt. Sprechen Sie Ihre Bedenken aus. Fragen Sie ihn nach seinen Sehnsüchten. Reden ist der beste Einstieg in ein entspanntes Wochenende mit Zeit und Lust auf- und miteinander. Zeigen Sie ihm diesen Artikel. Vielleicht ist das ein erster Schritt für ein Sexleben neben dem Babyalltag.

Machen Sie einen Sextermin. Samstag: 22.30 Schaferstündchen im Schlafzimmer! Das klingt zwar total unromantisch, kann aber funktionieren. Und halten Sie ihn auch ein. Ohne Termin schieben Sie den Sex immer vor sich her. Tag für Tag und Woche für Woche. Und wenn die Leidenschaft anfänglich noch ausbleibt, nehmen Sie es mit Humor. Lachen befreit und anschließend können Sie sich der Erotik hingeben.

Zeit alleine

Die Sorge um den frischgeborenen Windelpupser schweißt zusammen. Gemeinsamer Alltag, gefüllt mit Wickeln und Füttern ist jedoch zu viel des Guten. Es kann der Tod jeder Erotik sein. Denn Lust braucht auch Distanz. Wer sich nur noch über entzündete Brustwarzen und Windelangebote unterhält wird kaum Gelüste anderer Art entwickeln. Frisch gebackene Eltern brauchen Auszeiten. Ein Wellnesstag für Sie, ein Hobbytag für ihn. Wer entspannt und erholt ist bekommt auch wieder Appetit auf anderes. Ein gesunder Egoismus ist hier richtig. Das Baby wird es aushalten und hat auf jeden Fall glücklichere Eltern.

Und wenn alles nichts hilft, ein kleiner Trost: Babys werden älter und brauchen immer weniger Aufmerksamkeit.

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