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Lungenkrebs durch Rauchen: Morgen-Zigarette erhöht Krebsgefahr

Studie: Morgen-Zigarette erhöht Krebsgefahr
Lungenkrebs durch Rauchen: Die Morgenzigarette ist die schlimmste © Marcin Sadlowski - Fotolia

Morgen-Zigarette verdoppelt Risiko: Lungenkrebs durch Rauchen

Schon wenige Minuten nach dem Aufstehen können über das Schicksal eines Rauchers entscheiden. Eine japanische Studie zeigt: Je kürzer die Zeit ist, bevor man nach dem Aufwachen zur Zigarette greift, desto höher ist die Gefahr, an Krebs zu erkranken.

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Greift ein Raucher immerhin eine halbe, aber keine ganze Stunde nach dem Aufstehen zum Nikotinstängel, steigt das Lungenkrebsrisiko um acht Prozent. Dauert es bis zum ersten Zug nur sechs bis 30 Minuten, erhöht sich das Risiko um 40 Prozent.

Noch schlimmer trifft es die extremen Frühstarter: Die Untersuchungen der 1.572 an Lungenkrebs erkrankten Patienten in der Hafenstadt Nagoya ergaben, dass sich das Risiko fast verdoppelt, wenn Raucher schon binnen fünf Minuten, nachdem sie die Augen aufgemacht haben, die erste Zigarette anzünden.

Lungenkrebs: Nicht nur Nikotin-Abhängigkeit gefährlich

Die Studie ist nicht die erste ihrer Art. Schon vor zwei Jahren hatten US-Forscher den frühen Nikotinkonsum untersucht. Neben der erhöhten Lungenkrebsgefahr stellten sie fest, dass das Rauchen in den ersten 30 bis 60 Minuten nach dem Aufwachen das Risiko auf Tumore im Kopf-Hals-Bereich 1,4-fach erhöht.

Wie abhängig ein Raucher ist, entscheidet nicht zwangsläufig darüber, ob er von Krebs verschont bleibt oder nicht. Wer wenig, aber zum falschen Zeitpunkt raucht, ist nicht weniger gefährdet als ein starker Raucher.