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Lungenentzündung: Symptome erkennen und richtig behandeln

Lungenentzündung
Wer Symptome einer Lungenentzündung zeigt, sollte umgehend zum Arzt gehen. Bleibt die Infektionskrankheit unbehandelt, drohen gefährliche Komplikationen.

Lungenentzündung: Bei ersten Anzeichen zum Arzt!

Die Lungenentzündung ist die häufigste Infektionskrankheit. Vor allem Kinder, Ältere und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sind gefährdet. Wenn die Symptome nicht erkannt und die Krankheit verschleppt wird, drohen gefährlich Komplikationen.

In Deutschland erkranken pro Jahr etwa 500.000 Menschen an einer Lungenentzündung (Pneumonie). In der Regel gelangen die Erreger aus dem Rachen-Nasen-Raum über die Atemwege in die Lunge. Typische Symptome einer Lungenentzündung sind hohes Fieber, Schüttelfrost und hartnäckiger Husten. Ärzte unterscheiden zwischen einer typischen Lungenentzündung, die durch Bakterien ausgelöst wird, und einer atypischen Lungenentzündung, für die mehrere Auslöser in Betracht kommen. Bei der typischen Lungenentzündung fühlt sich der Patient matt und abgeschlagen, während er sich bei der atypischen Lungenentzündung häufig gar nicht krank fühlt. Ansonsten sind die Symptome der Krankheit aber ähnlich.

Vor allem ältere Menschen, kleine Kinder und Menschen mit chronischen Infektionen sind besonders gefährdet, an einer Lungenentzündung zu erkranken. Ihr Immunsystem ist noch nicht richtig ausgebildet oder geschwächt und sie können Infektionen nicht so leicht abwehren wie junge, gesunde Menschen. Daher sollten sie sich mit einer Pneumokokken-Impfung schützen.

Auch Koma-Patienten erkranken häufig an Lungenentzündung

Aber auch Koma-Patienten, Menschen mit Schluckstörungen oder Patienten, die aufgrund von Erkrankungen wie Parkinson oder Multipler Sklerose unter Schluckbeschwerden leiden, sind besonders gefährdet, an einer Lungenentzündung zu erkranken. Wenn nämlich Nahrungsbrei und Magensäure in die Luftröhre statt in die Speiseröhre gelangen, kann dies zu Verätzungen und Schädigungen des Lungengewebes führen. Dadurch erhöht sich das Risiko für Infektionen – und damit auch die Wahrscheinlichkeit für eine Lungenentzündung.

Riskant ist es, wenn die Lungenentzündung nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird. Dann kann es zu Folgeerkrankungen wie einer Lungenfell- oder Brustfellentzündung kommen. Auch eine Blutvergiftung ist möglich, wenn die Bakterien in die Blutbahn gelangen. Gehen Sie bei hartnäckigem Husten, Atembeschwerden und Schmerzen im Brustbereich auf jeden Fall zum Arzt. Durch eine Röntgenuntersuchung der Lunge kann er abklären, ob das Lungengewebe sowie das umliegende Gewebe betroffen sind.

Ärzte behandeln eine bakterielle Lungenentzündung mit Antibiotika. In der Regel ist die Erkrankung nach zwei bis drei Wochen ausgestanden.

Die beste Vorbeugung sind regelmäßige Bewegung an der frischen Luft und eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung, ausreichend Schlaf, wenig oder keinen Zigaretten und mäßigem Alkoholkonsum. All diese Faktoren stärken das Immunsystem und damit die Abwehr von Krankheitserregern

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