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Listerien: So schützen Sie sich vor den gefährlichen Bakterien

Listerien: So schützen Sie sich vor den gefährlichen Bakterien
Listerien lauern vor allem in rohen tierischen Lebensmitteln wie Käse, Wurst oder Fisch. © contrastwerkstatt - Fotolia

Listerien werden meist über rohe tierische Lebensmittel übertragen

Eine Infektion mit Listerien ist vor allem für Schwangere, Säuglinge, ältere und geschwächte Menschen sehr gefährlich. Übertragen werden die Bakterien meist über rohe tierische Lebensmittel wie Käse, Wurst oder Fisch. Mit der Einhaltung von einigen Hygiene- und Ernährungs-Tipps können Sie eine Listeriose vermeiden.

Bei Listerien handelt es sich um Bakterien. Der Haupterreger der Listeriose beim Menschen, Listeria monocytogenes, kommt in der Natur nahezu überall vor. Das Bakterium findet sich im Boden, im Wasser und auf Pflanzen. Deshalb infizieren sich vor allem Tiere leicht und werden damit zu Überträgern. Die meisten Menschen infizieren sich über verseuchte Lebensmittel mit Listerien.

Da sich Listerien auch bei Temperaturen bis unter null Grad vermehren können, finden sie sich auch in gekühlten Produkten im Kühlschrank. Vor allem Milch und Milchprodukte wie Käse, rohes Fleisch, Geflügel oder auch roher oder geräucherter Fisch sind häufig verseucht, so dass sich Menschen beim Genuss dieser Lebensmittel anstecken können.

Während Listerien gesunden Menschen mit einem intakten Immunsystem wenig anhaben können, können sie vor allem bei Schwangeren, Säuglingen, älteren Menschen sowie Menschen mit geschwächtem Immunsystem weitreichende Folgen haben. Die Symptome erinnern zunächst oftmals an eine Grippe. Typisch sind Fieber, Durchfall und Erbrechen. Schlimmstenfalls können die Listerien bei stark geschwächten Personen auch eine Hirnhautentzündung auslösen oder zu einer Blutvergiftung führen.

Listerien: Hygiene ist bei der Vorbeugung das A und O

Auch von Mensch zu Mensch können Listerien übertragen werden: Wer sich mit Listerien infiziert hat, scheidet die Bakterien mit dem Stuhl aus. Daher ist eine strenge Hygiene wichtig. Außerdem können Listerien während der Schwangerschaft über die Plazenta von der Mutter auf das Kind übertragen werden. Das kann schlimmstenfalls zu einer Fehlgeburt führen. Eine Ansteckung über die Muttermilch beziehungsweise über das Stillen ist jedoch nicht möglich. Nachgewiesen werden kann eine Listerien-Infektion über eine Blut- oder Stuhl-Kontrolle. Behandelt wird eine Listeriose in der Regel mit Antibiotika, die die Bakterien gezielt abtöten.

Bei Einhaltung dieser Tipps können Sie einer Listeriose vorbeugen:

Waschen Sie sich immer die Hände, bevor Sie Essen zubereiten.

Waschen Sie Obst, Gemüse und andere Lebensmittel vor dem Verzehr immer unter heißem Wasser ab.

Wenn Ihr Immunsystem beispielsweise aufgrund einer chronischen Erkrankung geschwächt ist, sollten Sie ausschließlich pasteurisierte, gekochte und gebratene Lebensmittel zu sich nehmen.

In der Schwangerschaft sollten Frauen auf rohe tierische Lebensmittel verzichten.

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