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Lippenstift: Giftige Chemikalien entdeckt!

Gesundheitsgefährdende Stoffe wie Triclosan im Lippenstift
Gesundheitsgefährdende Stoffe wie Triclosan im Lippenstift © Werner Heiber - Fotolia

Macht uns der Lippenstift krank?

Neuen Untersuchungen zufolge enthalten einige Lippenstifte eine Reihe von gesundheitsgefährdenden Chemikalien, die zu Herz- und Muskelproblemen, hormonellen Störungen, Vergiftungen durch Schwermetalle, einem erhöhten Allergierisiko und sogar Arthritis führen können.

In vielen Lippenstift stecken Chemikalien wie Parabene, Methacrylat, Schwermetalle wie Blei und Kadmium und der Bakterienhemmer Triclosan, das als Konservierungsstoff verwendet wird. Das Team um den molekularen Biowissenschaftler Professor Isaac Pessah hat bei Experimenten mit Mäusen nachgewiesen, dass Triclosan den Herzmuskel schwächen kann. Den Mäusen wurde bei den Laborversuchen Triclosan verabreicht, woraufhin die Pumpleistung des Herzens um 25 Prozent abnahm - das entspricht in etwa der Wirkung eines starken Betablockers. Auch die Muskelstärke der Mäuse nahm deutlich ab. Inwieweit die Ergebnisse auf den Menschen übertragen werden kann, muss in weiteren Forschungen geklärt werden.

Schwermetalle wie Blei im Lippenstift

In früheren Studien wurde Triclosan mit Schilddrüsenproblemen und einer verminderten Fruchtbarkeit in Zusammenhang gebracht. Der Grund: Die Chemikalie soll das Level der männlichen Hormone, sogenannter Androgene, im Körper erhöhen - die Folgen können Akne, vermehrter Haarwuchs und Menstruationsstörungen sein. Die Kosmetikkonzerne weisen zwar darauf hin, dass Mäuse in den Labortests viel höheren Dosen von Triclosan ausgesetzt gewesen seien als sie in Kosmetika vorkommen. Ein Hersteller hat jedoch bereits reagiert: Johnson & Johnson hat angekündigt, in seinen Hautpflegeprodukten künftig auf Triclosan zu verzichten.

Auch Allergien auslösende Schwermetalle wie Blei sind im Lippenstift enthalten: Über die Mineralien, die für die Farbpigmentierung des Lippenstifts verwendet werden, gelangen geringe Bleidosen an den Verbraucher. Je intensiver und langanhaltender die Farbe, desto höher ist in der Regel auch ihr Bleianteil. Gefährlich werden kann das vor allem für Schwangere und stillende Mütter, die das Blei über die Plazenta und die Muttermilch ans Kind weitergeben. Wer schon in jungen Jahren beginnt, täglich Lippenstift zu tragen, setzt sich entsprechend einem höheren Risiko aus, an den Nebenwirkungen der Inhaltsstoffe zu erkranken - wer regelmäßig Lippenstift benutzt, verschluckt im Laufe seines Lebens immerhin etwa 500 bis 1500 Gramm der Farbe.

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