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Lipödem: Was tun bei Fettansammlung in den Beinen?

Lipödem: Was kann man dagegen tun?

Das Lipödem ist eine chronische Erkrankung bei Frauen, die durch eine Fettverteilungsstörung gekennzeichnet ist. Insbesondere die Beine werden zunehmend dicker und bringen Betroffene zur Verzweiflung.

Auch Stefanie Herritsch ist betroffen: Den Anblick ihrer eigenen Beine kann sie kaum ertragen - denn die sind so massig geworden, dass ihr kaum noch eine Hose passt. Doch mit Übergewicht hat das nichts zu tun: Die 30-Jährige leidet an einem Lipödem, umgangssprachlich auch nicht sehr schmeichelhaft als "Reiterhosen" bezeichnet.

Das Fatale: Im Gegensatz zu "klassischem" Übergewicht lassen sich die überschüssigen Pfunde eines Lipödems nicht wegtrainieren. Es helfen weder Sport noch eine Diät. Erleichterung bringen dagegen Schmerzmittel und Kompressionsstrümpfe. Denn Lipödeme tun weh und die Strümpfe verhindern das übermäßige Anschwellen der Beine.

Bei Lipödempatienten ist das Unterhautfettgewebe krankhaft verändert, kann sich nicht richtig verteilen - und vor allem nicht selbstständig wieder zurückbilden. Dazu klagen Betroffene über Schmerzen und Druckempfindlichkeit der Beine und über die Neigung zu blaue Flecken selbst bei nur kleinen Druckbelastungen.

Lipödem: Fett-Alarm in den Beinen
Lipödem: Fett-Alarm in den Beinen Wie eine Operation helfen kann 00:03:23
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Lipödem: Abnehmen ist keine Lösung

Oft geht an einer Operation kein Weg vorbei. Es geht nicht um Ästethik. Es geht um ein Krankheitsbild, das die betroffenen Mädchen oder Frauen abstempelt und jeden Tag leiden lässt. Trotzdem zahlt die Krankenkasse die OP, bei der das überschüssige Fett abgesaugt wird, nicht unbedingt. Oft sind mehrere OPs notwendig. Je nach Stärke der Krankheit kostet die komplette Behandlung bis zu 14.000 Euro.

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