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Liebeskummer: So überwinden Sie den Trennungsschmerz!

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Neue Frisur, neues Leben, neue Liebe? Top-Strategien gegen Trennungsschmerz 00:04:31
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Wenn eine Beziehung in die Brüche geht oder die Liebe von dem vermeintlichen Traumpartner nicht erwidert wird, fühlt man sich am Boden zerstört. Viele ziehen sich bei Liebeskummer zurück, um bei trauriger Musik die ein oder andere Familienpackung Eis oder tafelweise Schokolade zu vertilgen. Was aber hilft wirklich gegen Liebeskummer?

Liebeskummer: So überwinden Sie den Trennungsschmerz!
© Fotolia Deutschland

Zieht der Partner den Schlussstrich oder weist uns ein geliebter Mensch zurück, reagieren die meisten tief gekränkt und verletzt. Nicht selten bekommt auch das Selbstwertgefühl einen kleinen Knacks. Viele ziehen sich in dieser Situation zurück, hören traurige Musik und versuchen, den Schmerz mit Süßigkeiten oder Alkohol zu betäuben.

Häufig wissen auch die besten Freunde keinen Rat - außer den, dass es doch noch so viele andere Frauen/Männer auf der Welt gibt. Oder Sie bekommen zu hören, dass er oder sie ohnehin nicht der richtige Partner für Sie gewesen sei. Wer schon einmal Liebeskummer hatte weiß, wie schwer es ist, Trost anzunehmen und nach vorne zu schauen. Dennoch gibt es einige Tricks, die dabei helfen können, die schwierige Phase durchzustehen.

Das sollten Sie bei Liebeskummer tun:

- Nehmen Sie sich Zeit - auch fürs Weinen und Trauern.

- Versuchen Sie, Ihre negativen Gefühle über Musik, malen, schreiben oder einfach mittels langer Gespräche mit Freunden oder Verwandten zu verarbeiten

- Haben Sie Geduld mit sich selbst. Erwarten Sie nicht, dass alles wie immer funktioniert.

- Achten Sie auf Ihren Körper und auch darauf, regelmäßig und ausgewogen zu essen. Sich nur noch von Süßkram zu ernähren ist genauso schlecht, wie gar nichts zu essen.

- Sprechen Sie mit Freunden oder schreiben Sie Ihre Gedanken und Gefühle auf.

- Nutzen Sie Ihre Wut: Die Energie können fürs Joggen, Rad fahren oder sonst eine Sportart nutzen, die Ihnen Spaß macht.

- Erinnern Sie sich daran, welche Erfolge Sie bisher im Leben hatten und welche Freunde Ihnen nahe stehen

- Versuchen Sie, die Vorteile der neuen Lebenssituation zu sehen: Sie haben mehr Zeit für sich, die Sie für Wellness-Behandlungen, Treffen oder Städtetripps mit Freunden nutzen können.

- Treffen Sie sich spontan mit Freunden, gehen Sie mal wieder tanzen oder etwas trinken.

- Besuchen Sie Konzerte oder Ausstellungen

Und das sollten Sie nach Möglichkeit auf keinen Fall tun:

- Verdrängen Sie die Wut und Trauer nicht. Sie müssen nicht so tun als ob nichts wäre.

- Stürzen Sie sich nicht in eine Sucht (Alkohol, Beruhigungsmittel)

- Treffen Sie keine überstürzten Entscheidungen, weil Sie das Gefühl haben, Ihr ganzes Leben umkrempeln zu müssen. Den Haus- oder Wohnungsverkauf oder aber die Kündigung des Jobs sollten Sie noch einmal überdenken, wenn Sie wieder ein wenig ausgeglichener und emotional gefestigter sind.

- Terrorisieren Sie den Ex-Partner nicht mit Anrufen.

- Rächen Sie sich nicht am Partner, indem Sie ihn beispielsweise beim Chef oder Finanzamt anschwärzen; das würden Sie sicher später bereuen.

- Ziehen Sie sich nicht ins Bett zurück. Lassen Sie nicht zu, dass Ihnen Ihr alltägliches Leben völlig entgleitet.

- Signalisieren Sie dem Partner auf keinen Fall, dass Sie alles tun würden, damit er zu Ihnen zurückkehrt. Das ist eine schlechte Basis für eine funktionierende Beziehung.

- Lassen Sie nicht zu, dass Schuldgefühl Ihr Handeln und Denken beherrschen.

- Auch wenn es verlockend ist: Machen Sie den Partner möglichst nicht bei Freunden schlecht.

- Vernachlässigen Sie Ihren Körper oder die Ernährung nicht.

Nicht immer schafft man es, aus eigenem Antrieb wieder aus dem seelischen Tief herauszukommen. Scheuen Sie sich nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Professionelle Hilfe oder Rat sollten Sie in Anspruch nehmen,

- wenn Sie Selbstmordgedanken haben und überlegen, wie Sie diese umsetzen können

- wenn Sie Ihr alltägliches Leben nicht mehr im Griff haben

- wenn Sie sich und Ihren Körper vernachlässigen, also nicht mehr essen oder die Hygiene vernachlässigen

- wenn Tabletten und/oder Alkohol zum festen Bestandteil Ihres Lebens geworden sind

- wenn Sie sich völlig von Freunden, Bekannten oder der Familie abgeschottet haben und vereinsamt sind

Trifft einer der oben genannten Punkte auf Sie zu? Oder fühlen Sie sich seit Wochen oder gar Monaten schlecht und haben das Gefühl, dass das Leben Ihnen entgleitet? Dann finden Sie hier Rat und Unterstützung:

- bei einer Ehe- und Familienberatungsstelle

- bei Pro Familia

- bei einem psychologischen Psychotherapeuten

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