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Liebesgeständnis: Eine Nacht, die ich nie vergessen werde!

Liebesgeständnis einer Studentin
Liebesgeständnis: Das Ende der ewigen Jungfrau © apops - Fotolia, Photographer: Andrey Popov, Fotolia

Liebesgeständnis: Die ewige Jungfrau!

Viktoria (36), Lehrerin: Ich wuchs in einem sehr konservativen Elternhaus auf und durfte als Teenager so gut wie gar nicht ausgehen. Jungs sah ich höchstens von weitem, und meine Freundinnen ärgerten mich deshalb schon. "Eiserne Jungfrau" nannten sie mich, oder auch "Mauerblümchen".

Statt in die Disco oder auf Partys zu gehen, saß ich zu Hause und las. Lesen war meine große Leidenschaft, und ich verschlang unendlich viele Bücher, während in der gleichen Zeit meine Freundinnen einen Lover nach dem anderen hatten. Sie sammelten Erfahrungen auf sexuellem Gebiet, ich beendete die Schule als Beste meines Jahrgangs.

Inzwischen war ich 20, und so langsam ging mir mein Jungfrauen-Dasein auf die Nerven. Wenn ich mit meinen besten Freundinnen zusammen saß, wurde nur über Männer geredet. Natürlich konnte ich so gut wie gar nichts dazu beisteuern. Sobald ich nur den Mund aufmachte, um mich an der Unterhaltung zu beteiligen, riefen die anderen lachend: "Lass es gut sein, Vicky, wir wissen doch Bescheid!"

Liebesgeständnis: Der Uni-Professor sollte es sein

Da half nur noch die Flucht! Zum Entsetzen meiner Eltern meldete ich mich zum Studium in einer anderen Stadt an. Ich wollte endlich weg sein von zu Hause, frei sein, ein anderes Leben führen! Und dazu gehörte auch etwas ganz Entscheidendes: Meine Entjungferung! Es ging einfach nicht mehr so weiter, ich wollte nicht die letzte eiserne Jungfrau in unserem Städtchen sein. Und deshalb hatte ich mir geschworen, mich erst dann wieder mit meinen ach so erfahrenen Freundinnen zu treffen, wenn ich auch etwas zu erzählen hatte!

Also zog ich in ein hübsches Appartement der Universitätsstadt und sah mich um: Nach Männern. Ich suchte und suchte, aber keiner gefiel mir. Bis auf einen! Er war mein Professor für Literatur, Anfang 40, ein attraktiver Kerl mit braunen Locken und grünen Augen. Nach ein paar Monaten an der Uni stand für mich fest: Der sollte es sein, oder keiner! Ich forschte also nun nach, ob mein Auserwählter vielleicht verheiratet war, was die Sache kompliziert hätte.

Aber, oh Wunder, er hatte nicht mal eine Freundin! Ich beschloss also, sämtliche Register zu ziehen, und meldete mich im neuen Semester in seinen sämtlichen Kursen an. Jedes Mal wurde ich mutiger, und saß schließlich schon eine halbe Stunde vor Vorlesungsbeginn in der ersten Reihe. Wir hatten hin und wieder Blickkontakt, der Professor und ich, aber das war´s auch schon.

Nach den Vorlesungen standen immer viele Studenten um meinen Professor herum und unterhielten sich mit ihm. Meistens wartete ich noch eine Weile, um ihn alleine abzupassen, verzog mich aber dann, weil der Andrang so groß war. Aber eines Tages klappte es! Alle hatten es eilig, den Hörsaal zu verlassen, und plötzlich waren er und ich allein.

Mit Schweißperlen auf der Stirn und rasendem Herzen ging ich zu seinem Stehpult. Er fragte mich freundlich lächelnd, womit er mir helfen könne, und zwinkerte dabei mit den Augen. Das gab den Ausschlag. Ich nahm all meinen Mut zusammen und sagte: "Am liebsten würde ich mit Ihnen einen Kaffee trinken gehen. Ich bin nun schon über ein halbes Jahr hier, und sie sind der mit Abstand attraktivste Mann weit und breit." Der Professor sah mich an wie vom Donner gerührt. Dann nickte er mir kurz zu, nahm seine Tasche und verschwand! Ich war am Boden zerstört: Du dumme Kuh, schimpfte ich innerlich mit mir! Was hast du dir dabei gedacht! Er ist ein angesehener Professor, und du nur eine kleine unbedeutende Studentin! Wie hattest du nur denken können, dass er an dir Interesse hat?

In den nächsten Wochen ging ich nicht zu seinen Vorlesungen und auch nicht zu seinen Seminaren. Ich machte vielmehr einen großen Bogen um alles, was mit Literatur und dem Professor zu tun hatte. Doch dann passte er mich eines Tages ab, baute sich vor mir auf, und lächelte mich an: "Ich habe über Ihr Angebot nachgedacht," sagte er schlicht und reichte mir den Arm. "Und ich habe auch Lust auf einen Kaffee mit Ihnen." Wir spazierten vom Unigelände, direkt in seine Wohnung. Wir tranken Kaffee, danach Wein.

Und in dieser Nacht verführte mich der Professor nach allen Regeln der Kunst. Ich hatte nie gedacht, dass Sex so gut sein konnte, und bedauerte die Zeit, die ich bereits versäumt hatte. Robert war der perfekte Liebhaber, zärtlich, sinnlich und unersättlich. Meine erste und bis heute unvergessene Nacht mit ihm begann abends und endete in den frühen Morgenstunden. Wir versäumten beide seine Vorlesung. Aber das hatte sich wirklich gelohnt!

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