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Lichtblick nach Säureangriff: Reshma Qureshi modelt auf der 'New York Fashion Week'

Säureopfer glänzt auf der Fashion Week
Säureopfer glänzt auf der Fashion Week Lichtblick für Reshma Qureshi 00:00:43
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Model Reshma: "Ich fühle mich mutig"

2014 wurde Reshma Qureshi Opfer eines Säureangriffs. In ihrem Heimatstaat Uttar Pradesh (Indien) wurde die damals 17-Jährige mit ihrer Schwester an einer Bahnstation von ihrem Schwager und dessen Freunden abgefangen und mit ätzender Säure im Gesicht getroffen. Bei der Attacke, die eigentlich ihre ältere Schwester treffen sollte, verlor Reshma ihr linkes Augenlicht - doch nicht ihren Lebensmut!

Indian model and acid attack survivor Reshma Quereshi presents a creation from Indian designer Archana Kochhar's Spring/Summer 2017 collection during New York Fashion Week in the Manhattan borough of New York, U.S., September 8, 2016.  REUTERS/Lucas
Reshma Quereshi überlebte einen Säureangriff. Heute läuft sie auf der New York Fashion Week. © REUTERS, LUCAS JACKSON, LJ

Die Tochter eines Taxifahrers hat nun sogar das große Los gezogen. Sie durfte bei der 'New York Fashion Week' für die Modemarke FTL Moda laufen, die regelmäßig Models mit besonderen Makeln für ihre Shows bucht. "Ich habe das Gefühl, dass das mein Leben verändert hat", so die 19-Jährige nach ihrem Auftritt, "Ich fühle mich mutig."

Reshma lässt sich nicht unterkriegen

Bereits kurz nach dem Säureangriff machte die junge Inderin aus ihrer Not eine Tugend. Sie ließ sich nicht davon unterkriegen, dass ihr Gesicht fast vollständig durch die Säure entstellt wurde - im Gegenteil. Schon seit Längerem ist sie das Gesicht der Kampagne 'Make Love not Scars' und veröffentlichte bereits mehrere erfolgreiche Beauty-Tutorials mit einer ernsten Botschaft: Nach dem Motto 'Der Verkauf von Säure ist leichter als schöne rote Lippen' sollen die Videos dafür sorgen, dass der Verkauf von Säure in Indien gestoppt wird. Andere soll nicht das selbe Schicksal treffen wie sie. "Was uns passiert ist, ist nicht unsere Schuld", sagt die heute 19-Jährige, "Wir haben nichts Böses getan, also müssen wir vorankommen können."

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