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Lernen im Schlaf: So pauken Sie am besten Vokabeln

Wir lernen tatsächlich am besten im Schlaf

Das Englisch- oder Mathebuch unters Kopfkissen gelegt und am nächsten Morgen sitzt der Stoff? Egal, ob man nun Vokabeln lernen oder das Klavierspiel verbessern möchte, man kann den Schlaf tatsächlich dafür nutzen, um in genau diesen Fähigkeiten fit zu werden. Glauben Sie nicht?

Lernen im Schlaf: So pauken Sie am besten Vokabeln
Studien zeigen: am besten lernen wir im Tiefschlaf

Mehrere Versuche mit Studentengruppen haben die Theorie bestätigt, dass wir nachts am besten lernen, denn das vorher Gelernte wird während der Tiefschlafphase noch einmal im Kopf wiederholt, verarbeitet, sortiert und anschließend ins Gedächtnis transferiert. Und das steigert den Lernerfolg ungemein!

Prof. Jan Born ist Schlaf- und Gedächtnisforscher und hat das Experiment "Lernen im Schlaf" durchgeführt, mit erstaunlichem Resultat: Lernen im Schlaf - das funktionier tatsächlich! Der Experte meint: Nur wer schläft, lernt gut und verbessert sein Gedächtnis.

Bei dem Versuch wurden zwei Lerngruppen von Studenten aufgeteilt und beide Gruppen sollten die selben Vokabeln an einem Tag lernen. Eine Gruppe blieb nach dem Lernen wach - die andere hat ein Nickerchen gemacht. Und siehe da: Die Gruppe mit den Schläfern hatte den Stoff nachher besser drauf als die, die wach geblieben waren.

Gute Nacht, Lehrbuch!

Allerdings gilt dieser Lernerfolg nur für den traumlosen Tiefschlaf. Davon haben Kinder am meisten und darum lernen sie auch besser neue Dinge, als zum Beispiel ältere Personen, die meist nur noch einen leichten Schlaf haben.

Mit diesem Wissen im Hinterkopf sollten wir am besten immer kurz vor dem Schlafengehen lernen oder zumindest dann den Lernstoff noch einmal wiederholen. Das bietet sich nicht nur bei Schulkindern vor Klausuren an, sondern für jede Situation. Am besten soll das Lernen im Schlaf übrigens im Alter von zehn Jahren klappen, achten Sie also darauf, dass Ihre Kinder genügend Schlaf bekommen.

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