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Lernen dem Körper zu vertrauen, statt gleich zum Arzt zu rennen

Lernen dem Körper zu vertrauen, statt gleich zum Arzt zu rennen
Sollte bei gesundheitlichen Beschwerden immer gleich handeln? © Getty Images, NKS_Imagery

Bleiben Sie ruhig - das empfehlen sogar Studien

Nur eine Erkältung oder doch eine schwerwiegende Infektionskrankheit? Handelt es sich bei den Punkten auf dem Arm nur um einen gewöhnlichen Hautausschlag oder ist das schon die erste Stufe eines Hautkrebses? Solche Fragen lässt der Großteil lieber von einem Arzt klären. Dabei raten immer mehr US-Studien dazu, gegen viele Beschwerden erst einmal nichts zu unternehmen. Hier erfahren Sie warum.

Patienten erwarten Medikamente und bekommen sie auch

Bekannteste Beispiel ist die Verschreibung von Antibiotika. Dieses Medikament wirkt ausschließlich gegen Bakterien und nicht gegen Viren. Somit also auch oft nicht gegen Erkältungsbeschwerden wie Husten oder Schnupfen. Wird es dennoch dagegen eingenommen, ist es nicht nur wirkungslos sondern kann auch unangenehme Nebenwirkungen mit sich bringen.

Eine häufige Einnahme des Medikaments kann außerdem dazu führen, dass eine Vielzahl an bakteriellen Krankheitserreger immun gegen Antibiotika werden. Durch die zunehmende Resistenz der Bakterien wird es immer schwieriger sie effektiv zu behandeln. Dennoch beugen sich viele Ärzte dem Willen der Patienten und verschreiben das Medikament.

Vorsorgeuntersuchungen haben nicht nur Vorteile

Vorsorgeuntersuchungen werden zwar schnell lästig, müssen aber einfach sein. Diese Aussage klingt vor allem in Bezug auf Krebsfrüherkennungen erst einmal äußerst sinnvoll. Je früher man den Krebs entdeckt und entfernt, desto besser stehen die Heilungschancen. Doch so einfach ist das Ganze auch wieder nicht, denn diese sogenannten Check-ups haben immer wieder falsche positive Befunde zur Folge. Das heißt, es werden Krebserkrankungen diagnostiziert, die in Wirklichkeit nicht existieren. Die aufgrund dessen in Gang gebrachten Behandlungen setzen die Patienten schwerwiegenden Belastungen aus - und das völlig unnötig.

Eine US-Studie belegt: Von 2.000 Frauen, die sich binnen zehn Jahren regelmäßigen Brustkrebs-Screenings unterziehen, stirbt eine Frau weniger an Brustkrebs. Gleichzeitig werden zehn Frauen gegen Krebs behandelt, ohne wirklich unter der Krankheit zu leiden. Dafür aber infolgedessen unter drastischen Behandlungsmaßnahmen sowie psychischen Belastungen. Vorsorgeuntersuchungen bringen also nicht nur Vorteile mit sich.

Meistens verschwinden die Symptome wieder von ganz allein

Wenn jemand von häufigen Arztbesuchen profitiert, sind es die Ärzte. Kein Wunder also, dass viele Ärzte mehr Gründe darin sehen, etwas zu unternehmen, statt es zu unterlassen. Bei Rückenschmerzen bringen Röntgenaufnahmen den größeren finanziellen Vorteil mit sich im Gegensatz zu simplen Wärmeumschlägen. Um an dieser Stelle jedoch keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Es gibt natürliche ebenso viele Gründe, die einen Arztbesuch unausweichlich machen.

Oft schafft es unser Körper allerdings auch von ganz alleine wieder auf die Beine. Alles, was er dafür braucht, ist lediglich ein bisschen Zeit. Davon sind im Übrigen auch Experten überzeugt. Ihren Schätzungen zu folge sollen rund 90 Prozent der Beschwerden von ganz alleine wieder verschwinden. Noch ein Grund mehr, dem eigenen Körper verstärkt zu vertrauen.

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