GESUNDHEIT GESUNDHEIT

Leiden Sie an Kaufsucht? Diese 8 Anzeichen deuten darauf hin

von
Kaufsucht: Wenn Einkaufen krank macht
Kaufsucht: Wenn Einkaufen krank macht 00:02:32
00:00 | 00:02:32

Eine Kaufsucht sollten Sie nicht auf die leichte Schulter nehmen

Ein Spaziergang durch die Innenstadt endet bei Ihnen in der Regel immer mit mindestens einer Einkaufstasche in jeder Hand und Ihre Freunde vergleichen Sie spaßeshalber regelmäßig mit der einkaufswütigen Carrie Bradshaw? Sind Sie vielleicht auch ein Shopaholic? Wir verraten, wie man Kaufsucht erkennt und was Sie dagegen tun können.

Natürlich macht es Spaß einzukaufen! Die Klamotten aus den aktuellen Kollektionen sind auch einfach fast zu schön, um wahr zu sein. Und dann gibt es auch noch diese Outlet Cities – eigens fürs Einkaufen erschaffene Shopping-Städte, in denen Designerläden nur so mit Rotpreisen um sich schmeißen. Wie kann man da verlieren?!

Kaufsucht als Krankheit

Tatsächlich ist Kaufsucht nicht zu unterschätzen. Menschen, die darunter leiden, verspüren den Zwang, völlig unabhängig von dem, was sie tatsächlich brauchen, einkaufen zu müssen.

Psychologen führen diesen Zwang oftmals auf mentale Probleme, wie Depressionen zurück. Sobald sich Kaufsüchtige dem Shoppen widmen, werden in Ihrem Körper Glücksgehfühle freigesetzt und sie fühlen sich kurzzeitig besser. Gleichzeitig reißen Sie dadurch aber auch tiefe Löcher in Ihr Haushaltskonto. Was dadurch entsteht, ist ein Teufelskreis, aus dem man ohne psychologische Hilfe in der Regel nur schwer selber wieder herauskommt.

Anzeichen für Kaufsucht

Wenn Sie diese sieben Dinge auch außerhalb des Outlet-Wahns an sich bemerken, sollten Sie sich überlegen, ob Sie zu den sogenannten Shopaholics, also Kaufsüchtigen zählen:

  1. In Ihrer Handtasche findet man regelmäßig genügend aktuelle Kassenzettel, um ein ganzes Zimmer damit zu tapezieren.
  2. Ihr Warenkorb in Onlineshops füllt sich schneller, als die Süßigkeitentüte von Kindern zu Halloween.
  3. Sie entdecken regelmäßig Klamotten im Schrank, von denen Sie gar nichts wussten.
  4. Sie ziehen los, um sich mit einer Freundin auf einen Kaffee in der Stadt zu treffen – und kommen mit drei vollen Einkaufstüten und einer ziemlich verärgerten Handynachricht der Freundin zurück, mit der Frage, weshalb Sie sie versetzt haben.
  5. Manche Schuhe und Klamotten kaufen Sie sich selbst dann, wenn Sie eigentlich etwas zu klein sind.
  6. Sie haben es perfektioniert, sich selbst jeden Morgen davon zu überzeugen, dass Sie einfach NICHTS ZUM ANZIEHEN HABEN!
  7. Sie sind der festen Ansicht: Zwischen Sale-Plakaten und Ihnen besteht eine physikalisch erklärbare Anziehungskraft!
  8. Schlechte Laune adé: Wenn Sie shoppen gehen, geht es Ihnen sofort besser.

Was kann bei Kaufsucht helfen?

Wenn Sie tatsächlich ein unnatürlich gesteigertes Kaufverhalten an sich bemerken, haben Sie schon mal einen wichtigen Schritt getan: Selbstreflexion. Sie merken, Sie verhalten sich beim Shoppen anders als Ihre Freundinnen. Fragen Sie sich als nächstes, warum Sie diesen und jenen Einkauf getätigt haben.

Wenn Sie künftig einkaufen gehen, schreiben Sie sich in jedem Fall eine Liste von den Dingen, die sich auch wirklich brauchen. Halten Sie sich an diese Liste!

Außerdem kann es helfen, wenn Sie sich dadurch zügeln, in dem Sie Ihre Kredit- und EC-Karten zu Hause lassen und nur so viel Bargeld mitnehmen, wie Sie für den geplanten Einkauf brauchen.

Bei all dem ist viel Disziplin und Selbstkontrolle gefragt. Manchmal schafft man es auch nicht alleine. Je nachdem, woher die Kaufsucht rührt und wie schwer sie ausgeprägt ist, sollten Sie sich in keinem Fall davor schämen, auch psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen!

Anzeige