Legionellen: Lungenentzündung durch Legionellen im Trinkwasser

21.08.13 13:55
Legionärskrankheit ist extrem gefährlich
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Legionellen: Legionärskrankheit kann tödlich enden

Sie lauern in unserem Trinkwasser und verursachen die lebensgefährliche Legionärskrankheit - winzig kleine Bakterien, die sogenannten Legionellen. Belastetes Wasser zu trinken, ist ungefährlich. Die Infektion erfolgt nur über die Atemwege. Beim Luftholen - etwa unter der Dusche - dringen Wassermokelüle mit den Erregern in unsere Lungen ein. Legionellen setzen sich fest und führen zur Entzündung. Passieren kann das fast überall.

Je länger die Wasserleitung nicht benutzt wurde, umso mehr Legionellen-Bakterien sammeln sich dort - also gerne in der Urlaubszeit. Die Legionärskrankheit kann zu einer Lungenentzündung führen - und dann durchaus tödlich enden. Grundsätzlich gilt: Die Symptome der Legionärskrankheit sind denen einer Grippe ähnlich. Der Infizierte fühlt sich schlapp, bekommt Fieber. Husten und Schnupfen sind nicht selten.

Die Legionellen nisten sich in alten und kaputten Rohren und Rohrleitungssystemen ein. Wenn das Wasser nicht genügend zirkuliert, können sich die Organismen gut entwickeln. Wer also mit Wasser in Kontakt kommt, das lange in der Leitung stand, ist potenziell gefährdet. Zum Beispiel, wenn Sie nach einem längeren Urlaub zurück nach Hause kommen.

Legionellen: Symptome und Behandlung

Etwa zwei bis zehn Tage nach der Ansteckung geht es meistens los: Glieder- und Kopfschmerzen gehen einher mit schlimmem Husten. Das ist aber erst der Anfang. Innerhalb kurzer Zeit kommen hohes Fieber, Schüttelfrost und Schmerzen im Brustraum dazu. Bei älteren Patienten, Diabetikern oder HIV-Positive kann die Legionärskrankheit zum Tod führen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) geht davon aus, dass jährlich etwa 21.000 Menschen an Lungenentzündung durch Legionellen (Legionellose) erkranken.

Mediziner behandeln die Legionärskrankheit mit Antibiotika - Penicillin hilft aufgrund einer Resistenz des Erregers nicht. Die Erkrankung wird auch heute noch oft nicht als solche erkannt und häufig erst recht spät behandelt.

Legionellen kommen vor allem da vor, wo erwärmtes Wasser (etwa zwischen 25 und 50 Grad) ihnen optimale Bedingungen für die Vermehrung bietet. Diese Begebenheiten können in Schwimmbädern, Whirlpools, öffentlichen Duschen, Rasensprengern, Klimaanlagen, Krankenhäusern und Wassertanks vorkommen. Vor allem in den Sommer- und Herbstmonaten ist die Gefahr einer Legionellenverunreinigung des Wassers erhöht.

Gegen Legionellen gibt es keine Schutzimpfung. Was aber hilft? Um die Ausbreitung der Bakterien zu verhindern, müssen sanitäre Anlagen frei von den Keimen gehalten werden. Das geht am besten, in dem für etwa drei Minuten richtig heißes Wasser (bestenfalls 70 Grad) durch die Leitung gejagt wird.

Moderne Trinkwasseranlagen müssen mit sogenannten 'Technischen Maßnahmen zur Verringerung des Legionellenwachstums' ausgestattet sein. Man kann das Wasser auch mit ultraviolettem Licht bestrahlen, das tötet die Bakterien ab.

Wer öffentliche Duschen benutzt, sollte am besten vor dem Duschen erst einmal zwei Minuten richtig heißes Wasser durchlaufen lassen. Auch bei Wasserhähnen an Waschbecken ist das sinnvoll. Das reduziert die Wahrscheinlichkeit, Legionellen einzuatmen.

Das Trinken von kontaminiertem Wasser ist übrigens nicht gefährlich, nur tief in der Lunge lösen die Stäbchen-Bakterien Krankheiten aus. Der Name Legionärskrankheit entstand nach einem Treffen ehemaliger amerikanischer Soldaten, die 1976 von einer untypischen Lungenentzündung befallen wurden. Mehr als 180 Teilnehmer des Treffens erkrankten in einem Hotel in Philadelphia. Erst weit später, 1977, wurde der Erreger identifiziert.

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