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Lederjacken aus Hunde- oder Katzenhaut: Wie erkenne ich, woraus meine Jacke ist?

Ist meine Lederjacke aus Hund?

Katzenfell an der Wintermütze und Pelze von gequälten Tieren: Schlagzeilen wie diese ließen uns schon häufiger über die Wahl unserer Kleidung nachdenken. Ein anderer Skandal sorgt nun bei unseren geliebten Lederjacken für Aufhorchen: Die Teile können nämlich von Hunden oder Katzen stammen.

Sind wir mal ehrlich: Ganz makellos war das Image von Lederbekleidung nie. Viele Veganer und Vegetarier meiden Hosen, Jacken oder Schuhe aus dem tierischen Material ganz. Und das nicht ohne Grund. Tierschutzorganisationen decken immer wieder auf, unter welchen grausamen Bedingungen die Tiere oft leben müssen. Nachdem die Organisation Peta filmte, wie Hunde in China gehäutet werden, gilt es nun auch, auf die Herkunft des Leders besonderes Augenmerk zu legen.

Wie landen Häute von Hunden und Katzen in der Kleidung?

In Ländern wie Indien oder China gibt es kein angewandtes Tierschutzgesetz. Dennoch zählen diese Länder – insbesondere China – zu den größten Textilproduzenten der Welt. Da die Häute von Straßenkatzen oder Hunden oft günstiger sind, greift man bei der Produktion von Lederkleidung hier auch zu der billigeren Variante. Und so kommen Hund und Katze dann in unsere Lederjacken.

Wie erkenne ich das?

Leider gibt es keine Kennzeichnungspflicht dafür, von welchem Tier das Leder stammt. Nur bei Fell und Pelzen gibt es eine Bezeichnung für die tierische Herkunft. So steckt hinter einem 'Gae-Wolf' ein Haushund oder einer 'Maopee' eine schwarze Hauskatze.

Selbst bei Qualitäts- und Designermarken kann man die Herkunft des Leders oft nicht mehr bestimmen, da dieses über Großhändler - eben oft auch aus China - kommt. Nur bei besonderen Qualitätsprodukten findet sich dann zum Beispiel die Kennzeichnung 'Kalbsleder'.

Wem eine hundefreie Jacke oder Hose also wirklich am Herzen liegt, der greift direkt zu Kunstlederprodukten oder Kleidung aus veganen Materialien wie Kork.

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