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Leberzirrhose: Was sind die Symptome der Leberkrankheit?

Leberzirrhose: Wie kommt es zu dieser Krankheit?
Bei einer Leberzirrhose sterben gesunde Leberzellen ab © somenski - Fotolia

An diesen Symptomen erkennen Sie die Leberkrankheit

Die Leber wächst mit ihren Aufgaben - der bekannte Trinkspruch deutet darauf hin, dass die Leber mit steigendem Alkoholkonsum größer und fetter wird, was man als Fettleber kennt. Doch dieses Wachstum ist begrenzt: Wenn trotz Leberverfettung weiter viel Alkohol getrunken wird, sterben gesunde Leberzellen ab und werden unumkehrbar durch narbiges Gewebe ersetzt - man spricht dann von Leberzirrhose. Mit der Zeit schrumpft die Leber und verhärtet sich.

Bei Leberzirrhose wird das Organ nur noch schlecht durchblutet, wodurch die Entgiftungsfunktion leidet. Doch die schlechte Durchblutung hat auch weitere Folgen: In der Pfortader, die zur Leber führt, erhöht sich der Druck. Als Folge davon können sich Krampfadern in der Speiseröhre bilden, die platzen und so zu lebensgefährlichen Blutungen führen können. Da die Leber es nicht mehr schafft, den Körper ausreichend zu entgiften, kann das Gehirn geschädigt werden. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem lebensgefährlichen Leberkoma.

Häufig ist Alkoholmissbrauch die Ursache für Leberzirrhose, möglich ist aber auch eine Infektion mit Hepatitis-Viren. Aber auch Erkrankungen des Stoffwechsels, Medikamentenmissbrauch und Gifte können zu Leberzirrhose führen.

Anfangs verläuft die Erkrankung ohne Anzeichen. Im fortschreitenden Stadium zeigen sich erste Symptome wie Müdigkeit, Gewichtsabnahme, Gelbverfärbung der Haut, spinnennetzartige rote Äderchen auf der Haut und Wassereinlagerungen im Bauchraum.

Ist die Ursache für die Leberzirrhose eine andere Erkrankung, so muss sie unbedingt behandelt werden, um die Leberveränderung zu stoppen. Außerdem gilt absoluter Alkoholverzicht - und die Einnahme von Medikamenten sollte auf ein Minimum reduziert werden. Da eine kranke Leber nicht mehr ausreichend Galle produzieren kann, wird fettreiche Nahrung nicht zu gut vertragen. In dem Fall sollte auch die Fettzufuhr eingeschränkt werden.

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