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Lebensstil ist in jedem dritten Fall die Ursache für Krebs

Lebensstil ist in jedem dritten Fall die Ursache für Krebs
Lebensstil ist in jedem dritten Fall die Ursache für Krebs © Picture-Factory - Fotolia, Michaela Rofeld

Lebensstil beeinflusst Lebenserwartung

Die individuelle Lebensweise ist hauptverantwortlich für Lebenserwartung und Gesundheit, zeigt eine neue Studie des Universitätsklinikums Eppendorf (UKE). Zwar steigt die Lebenserwartung des Menschen immer weiter an, doch die zunehmenden Zivilisationskrankheiten wie schweres Übergewicht, Diabetes Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs sind die größten Hindernisse auf dem Weg zu einem langen Leben - und häufig Folge einer ungesunden Lebensweise.

Jeder dritte Krebsfall sei durch den Lebensstil bedingt, so das Ergebnis der Forscher. Weltweit sind laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund 70 Prozent aller Erkrankungen auf den Lebensstil und psychosoziale Belastungen zurückzuführen. Tatsächlich sind nicht allein die Gene, sondern in erster Linie die individuelle Lebensweise hauptverantwortlich für die Gesundheit und Lebenserwartung. Doch obwohl die Zusammenhänge zwischen Lebensweise und Krankheit immer besser erforscht sind, werden die Leitlinien für ein gesundes Leben von den Patienten häufig abgelehnt.

Die Folgen des ungesunden Lebensstils sind auch mit der Evolutionsbiologie zu erklären: Die genetische Ausstattung des Menschen ist auf wenig Bewegung und Nahrungsüberfluss nicht ausgerichtet, sondern auf einen kargen Lebensstil der Jäger und Sammler, die sich ihre Nahrung erkämpfen müssen. Bei Bewegungsmangel und falscher Ernährung, wie sie in der Wohlstandsgesellschaft häufig der Fall ist, reagiere der Körper demnach mit Fehlfunktionen, deren Folge die Entstehung chronischer Krankheiten ist. Die Gesundheit ist also in erster Linie das Resultat der persönlichen Lebensweise und kein Schicksal, sondern individuell beeinflussbar.

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