GESUNDHEIT GESUNDHEIT

Lebensmittelallergien richtig erkennen: Das sind typische Symptome

Darum vertragen Nussallergiker meist auch keine Äpfel!
Darum vertragen Nussallergiker meist auch keine Äpfel! Kreuzallergien sind schuld 00:02:27
00:00 | 00:02:27

Allergie? Wenn Lebensmittel nicht vertragen werden, sollte man zu Arzt gehen!

Wenn ein Lebensmittel nicht vertragen wird, handelt es sich nicht zwangsläufig um eine Allergie. Je nachdem, auf welche Art Lebensmittel Beschwerden auslösen, unterscheidet man zwischen einer Lebensmittelallergie, Pseudoallergie, Enzymmangelkrankheit oder Lebensmittelvergiftung.

Anzeige

Als Lebensmittelallergie bezeichnet man eine Reaktion des Immunsystems auf kleinste Mengen eines Lebensmittels. Diese Reaktionen können beispielsweise Brennen, Jucken, Ausschlag, Bauchschmerzen oder Durchfall sein. Die Symptome einer Allergie unterscheiden sich nicht unbedingt von den Symptomen einer Unverträglichkeit oder einer Vergiftung.

Bei einer Lebensmittelunverträglichkeit kann allerdings auch das Fehlen eines Verdauungsenzyms die Ursache sein. Lebensmittelvergiftungen werden meist durch Mikroorganismen ausgelöst, die sich in einem Lebensmittel etwa durch falsche Lagerung unkontrolliert vermehren. Dies können Salmonellen in Eiern oder Listerien in Rohwurst wie Salami oder Mettwurst sein.

Allergie-Tagebuch kann bei Diagnose helfen

Um herauszufinden, welche Art der Unverträglichkeit vorliegt, muss von einem Allergologen oder Hautarzt eine gründliche Diagnose erstellt werden. Beim ersten Arztbesuch wird zunächst in einem persönlichen Gespräch die Krankenvorgeschichte besprochen.

Es kann hilfreich sein, etwa zwei Wochen vor dem Arztbesuch ein Allergie-Tagebuch zu führen. Darin sollten zwei Wochen lang jeden Tag alle verzehrten Lebensmittel und die danach eventuell aufgetretenen Beschwerden festgehalten werden. Nach der Besprechung des Tagebuchs führt der Arzt verschiedene Tests wie Haut- oder Bluttests durch. Fallen die Tests positiv aus, bedeutet das noch nicht zwangsläufig, dass die verdächtigen Lebensmittel auch wirklich zu allergischen Symptomen führen.

Den sicheren Nachweis liefern sogenannte „diagnostische Diäten“ mit anschließender Provokation. Bei einer solchen Diät wird das Lebensmittel eine Zeit lang aus dem Speiseplan gestrichen. Ist man danach beschwerdefrei, so sollte diese Diät beibehalten werden.

Um ganz sicher zu sein, dass es sich um eine Allergie bzw. eine Unverträglichkeit handelt, wird anschließend eine Provokation durchgeführt. Dies darf auf jeden Fall nur unter ärztlicher Aufsicht stattfinden! Dabei bekommt man eine Testmahlzeit, die das verdächtige Lebensmittel enthält. Wenn danach allergische Reaktionen auftreten, ist der Beweis für eine Allergie erbracht.

Der nächste Schritt sollte eine Ernährungsberatung sein. Denn besonders bei Allergien auf mehrere Lebensmittel ist es wichtig, dass der Körper trotz Verzicht auf bestimmte Lebensmittelgruppen durch Ersatzprodukte ausreichend mit Nährstoffen und Vitaminen versorgt wird.