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Lebenserwartung von Haustieren steigt: Viele Tiere werden zu schnell eingeschläfert

Ab elf Jahren gelten Hunde als Senioren

Nicht nur wir Menschen werden immer älter, auch die durchschnittliche Lebenserwartung von Haustieren hat sich drastisch erhöht. Hunde leben etwa doppelt so lange, Katzen sogar dreimal so lange, wie noch vor 30 Jahren. Ein gefundenes Fressen für die Industrie, die andauernd neue Produkte für Tier-Senioren auf den Markt bringt. Doch Experten kritisieren auch, dass Tiere oft viel zu früh eingeschläfert werden. Unsere Reporterin, die selbst mit zwei rüstigen Hunde-Omis unter einem Dach lebt, hat recherchiert.

Ab einem Alter von etwa elf Jahren gelten Hunde als Senioren. Die allgemein verbreitete Meinung, dass ein Menschenjahr etwa sieben Hundejahren entspricht, ist jedoch nicht ganz richtig. Mittlerweile weiß man, dass zum Beispiel kleine Hunde etwas langsamer altern, als große Hunde. Doch wie stellt man fest, ob sein Hund altersbedingte Schmerzen oder Beschwerden hat? Man sollte vor allem auf Verhaltensänderungen achten, wenn der Hund zum beispielsweise nicht mehr gut hört, oder langsamer in seinen Bewegungen wird, könnte das ein Hinweis darauf sein, dass etwas nicht stimmt.

Da Haustiere immer älter werden, wächst auch der Markt für die entsprechenden Produkte. Jeder Hersteller bietet mittlerweile spezielles Futter und andere Produkte für ältere Tiere an. Doch viele Besitzer kommen mit altersschwachen Tieren nicht zurecht und geben sie ab, oder schlimmer: lassen sie sogar einschläfern. Dabei hätten viele Tiere noch einige Jahre vor sich, wie Tierschützerin Heike Thiel erklärt. Sie kümmert sich um alte Tiere, die von ihren Besitzern abgegeben wurden.

Sehen Sie im Video, wie unsere Reporterin die Tierschützerin besucht.

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