Teufelszeug Schokolade

Bildquelle: dpa

Wie süchtig sind Sie?

Keine Angst, wir sind hier unter uns. Wenn Sie sich also beim Blick in den Spiegel ein wenig schämen, weil die Menge an Keksen, Lebkuchen und Berliner der letzten Wochen an Ihren Hüften nicht mehr zu übersehen ist, trösten Sie sich: Sie sind nicht allein. Nach den Feiertagen wiegt man durchschnittlich 370 Gramm mehr als vorher. Und legt, hoch motiviert zum neuen Jahr, los mit der Diät. Aber: Vielleicht hat gar nicht unsere vorweihnachtliche Maßlosigkeit an den Kilos schuld, vielleicht sind wir einfach süchtig. Und zwar nach Kohlehydraten.

Von Merle Wuttke

Das zumindest behaupten neuseeländische Wissenschaftler. Die haben in einer Studie herausgefunden, dass Lebensmittel, die zum größten Teil aus Mehl und weißem Zucker bestehen, dieselben Suchtreize auslösen können wie Tabak. Kohlehydrate in Form von Süßigkeiten oder Cornflakes, die starken Verarbeitungsprozessen ausgesetzt wurden, ließen sehr rasch den Blutzuckerspiegel ansteigen, das wiederum stimuliert Regionen im Gehirn, die in Zusammenhang mit Nikotin- und Drogenabhängigkeit gebracht werden, so der Chef der Studie, Dr. Simon Thornley.

Und mein täglich Zucker gib mir heute

Zu einem gefährlichen weißen Pulver namens Kokain gesellt sich also eine weitere Droge: der scheinbar harmlose Zucker. So klagt im Internet eine junge Mutter: "So langsam finde ich mein Naschverhalten unheimlich. Morgens schmiere ich Nutella aufs Brot, kurz danach gibt es die erste Schokolade, nach dem Mittag ein Stück Kuchen und abends Pralinen."

Das Zucker süchtig machen kann – davon wollten Ernährungsexperten bislang eigentlich nichts wissen, allerdings wiesen Forscher der US-Universität Princeton im letzten Jahr nach, dass Ratten von dem süßen Zeug abhängig wurden und regelrecht unter Entzugserscheinungen litten.

Ich kann nix dafür, er war's

Ja, irgendwie hat man doch schon lange geahnt, dass man den freien Willen beim Griff zur Tafel Schokolade nicht gelten lassen kann. Nun ist also klar: Wir können nichts dafür!

Wenn Sie also Bedenken ob Ihres Süßigkeitenkonsums haben, sagen Sie sich: Ich bin nicht schwach, sondern der Zucker ist böse. Und Menschen, die jeden Abend eine Tüte Gummibärchen vertilgen, sind nicht manisch-depressiv oder emotional verkümmert, wie gern behauptet wird, sondern quasi "zuckerkrank", jawoll!

Achtung, diese Schokolade könnte Sie töten

Dr. Thornley jedenfalls hält es für eine gute Idee, Warnhinweise auf Schokoriegel anzubringen, wie man sie von Zigarettenpackungen kennt und Werbung für Süßigkeiten zu verbieten. Auch eine Naschi-Steuer wäre denkbar. Na, darauf einen Champagnertrüffel. Köstlich.

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