
'Sommer aus Stahl': Silvia Avallone über Erwachsenwerden in der Trostlosigkeit
Bildquelle: Klett-Cott
Leseinfo zu 'Ein Sommer aus Stahl'
Sommer und Sonne in Italien: In der kleinen Hafenstadt Piombino leben die beiden Freundinnen Anna und Francesca, nur wenige Kilometer trennt sie von der Insel Elba. Das klingt romantisch und schön, doch die Wirklichkeit der beiden Teenager in der Via Stalingrado ist geprägt von Armut, von Arbeitslosigkeit, von Drogen, von schwierigen Familien-Verhältnissen. Der Vater der einen lässt sich mit der Mafia ein, der andere prügelt seine Frau und die schöne Tochter. Und Elba – Elba haben sie noch nie besucht.
Über 'Ein Sommer aus Stahl'
Der Roman 'Ein Sommer aus Stahl' erzählt über die innige Freundschaft der beiden 13-Jährigen. Nichts kann die beiden trennen. Doch dann kommt die Liebe und ändert alles. Die frühreife Anna lernt den älteren (und schon früh kriminell gewordenen) Mattia kennen, und Francesca verliebt sich in Anna. Während Anna ihre sexuellen Erfahrungen mit Mattia macht, gerät Francesca auf Abwege.
Der Roman von Silvia Avallone braucht keine blumige Sprache, es würde nicht passen zur Atmosphäre von stillgelegten Stahlwerken und der trostlosen Hochhaussiedlung, in der Francesca und Anna leben und nur davon träumen, ihre Stadt nach der Schule endlich verlassen zu können.
Der Stil ist nüchtern, manchmal wirkt die Sprache sogar etwas abgehackt und monoton. Aber sie passt zum Inhalt, ist also ein gut gewähltes Stilmittel. Trotzdem fehlt es dem Buch nicht an Einfühlsamkeit und Sensibilität.
Bildquelle: Klett-Cotta/ Stefano Lorefice
Über die Autorin Silvia Avallone
Silvia Avallone wurde 1984 in Biella geboren. Sie lebt in Bologna. Dort studierte sie Philosophie. In Italien wurde ihr erster Roman 'Ein Sommer aus Stahl' über 300.000 Mal verkauft.
(Text: Esther Hörbelt)











