Der Beruf der Sommelière

Bildquelle: AUTOIMPORT

Wie man zur Weinexpertin wird

Romana Echensperger ist eine Sommelière. Mit einfacheren Worten, sie ist eine wahre Expertin in Sachen Wein und das im Gourmetrestaurant Vendôme auf Schloss Bensberg. Wie sie zu dieser eher außergewöhnlichen Arbeit kam, was sie beinhaltet und zu der Frage, ob dieser Beruf noch immer von Männern dominiert wird, steht sie uns Rede und Antworten.

FZ: Frau Echensperger, wie wird man denn eigentlich Sommelière?

Frau Echensperger: "Zunächst macht man eine Ausbildung zur Restaurantfachfrau und danach spezialisiert man sich durch diverse Kurse. Es gibt einen etwas einfacheren Sommelierkurs von der Industrie- und Handelskammer in Koblenz (mittlerweile auch in Berlin und München). Dort wird solides Grundwissen vermittelt. Weiterführend ist die Ausbildung zum Weinakademiker an der Forschungsanstalt für Weinbau und Kellertechnik in Geisenheim. Diese zweijährige berufsbegleitende Ausbildung wird vom Wine and Spirit Education Trust London koordiniert und ist gleichzeitig die Vorstufe für das sehr renommierte Master of Wine Studium."

FZ: Was haben damals Ihre Eltern dazu gesagt, als sie von Ihrem Berufswunsch gehört haben?

Frau Echensperger: "Meine Eltern haben mich immer unterstützt bei dem was ich machen wollte. Außerdem freuen sie sich, dass jetzt auch das ein oder andere gute "Tröpfchen" bei ihnen im Keller liegt und mein Vater ist ein begnadeter Tüftler und Hobby – Apfelmost – Produzent. Dort sind meine önologischen Ratschläge natürlich auch immer willkommen..."

FZ: Was machen Sie genau? Wie sieht Ihr "Berufsalltag" aus?

Frau Echensperger: "Als Sommelier ist man natürlich Gastgeber. Dazu gehört unter anderem auch die Beratung und Empfehlung von Weinen zum Essen. Aber wir sind im Service auch halbe Psychologen und da ist es unglaublich wichtig auf die Stimmungen am Tisch einzugehen und dafür zu sorgen, dass der Gast sich rundum wohl und aufgehoben fühlt. Wein und Speisekombination ist ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit. Gerade bei so einer ausgefallenen und extravaganten Küche wie Herr Wissler sie macht ist es wichtig in enger Abstimmung mit dem Küchenchef immer nach der besten Kombination zu suchen. Ebenso bin ich zusammen mit unserem Maitre Miguel Calero für die Mannschaft verantwortlich. Wir garantieren einen reibungslosen Ablauf, dass alle Mitarbeiter geschult sind und auf den Punkt konzentriert ihre Arbeit machen. Wichtig ist aber auch, dass man für seine Mitarbeiter dann auch ein offenes Ohr hat. Gerade bei der Arbeit mit Menschen lernt man nie aus. Ein Sommelierposten hat eine sehr große wirtschaftliche Bedeutung für das Unternehmen. Ich verfüge über ein größeres Budget und einen gut ausgestatteten Weinkeller der exakt gepflegt werden muss. Das heißt, es geht um optimalen Einkauf, Verkauf und Sortimentsgesaltung, dass man alle Positionen im Auge hat – Weine können auch überlagern. Man muss den Markt im Auge behalten – was gerade bei Bordeauxweinen interessant ist. Wir haben zum Beispiel vor 5 Jahren diverse Grand Crus gekauft die mittlerweile extrem im Preis gestiegen sind – das muss man in der Preisgestaltung auch berücksichtigen. Das hört sich vielleicht jetzt kühl an, aber nur wenn die "Kasse" stimmt, hat man auch die Möglichkeiten kreativ zu arbeiten. Dann geht es um eine optimale Sortimentsgestaltung. Wir haben ca. 800 Positionen auf der Karte und damit muss man ein möglichst breites Spektrum an Geschmacksrichtungen abdecken. Trends müssen berücksichtigt werden – dafür bin ich sehr viel unterwegs, auf Messen, auf Weingütern, in Weinbaugebieten."

Weiterlesen: Alles zum richtigen Wein

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