Laut, barbusig aber friedlich

Femen Germany
Nackter Kampf gegen das Patriarchat. Hier gegen Wladimir Putin. © dpa, Jochen Lübke

Nackter Kampf gegen das Patriarchat

Femen wurde 2008 in der Ukraine gegründet und rückte vor allem vor und während der Fußball-Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine in den Fokus der medialen Berichterstattung. Mit Parolen wie "Die Ukraine ist kein Bordell" polarisierten die Feministinnen enorm.

Die Gruppe setzt sich weltweit für Frauenrechte ein. Sie protestieren gegen politische Diktaturen, Religion und Unterdrückung. Ein zentrales Thema der "friedlichen Kriegerinnen" ist der Kampf gegen Prostitution.

Im September 2012 wurde Femen Germany gegründet. Der deutsche Ableger hat bereits einige Protestaktionen in Deutschland initiiert, für die sie teilweise extreme Kritik auch von anderen feministischen Gruppen einstecken musste. Beispiel hierfür ist der 'Topless Jihad Day' in Berlin. Die Aktivistinnen protestierten vor einer Moschee für die Rechte von muslimischen Frauen, diese fühlten sich allerdings von Femen bevormundet. Ebenso heftige Kritik gab es, als sie auf ein Tor in der Herbertstraße auf St. Pauli den Nazi-Slogan "Arbeit macht frei" sprühten, um gegen Zwangsprostitution zu demonstrieren.

Femen-Markenzeichen: Blanke Brust und Blumenkranz

Weltweit sorgte Femen Germany für Aufsehen, als sie auf der Hannover Messe Russlands Präsident Wladimir Putin attackierten.

Markenzeichen der Aktivistinnen bei ihren Protesten ist der entblößte Oberkörper und ein Blumenkranz im Haar. In Deutschland haben sich mittlerweile 30 Frauen der Bewegung angeschlossen. Femen finanziert sich derzeit selbst und meist über Spenden.

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