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Laura Sheehan hatte eine Totgeburt: "Ich werde den Schrei meines Mannes nie mehr vergessen"

"Werde den Schrei nie vergessen"
"Werde den Schrei nie vergessen" Laura Sheehan hatte eine Totgeburt 00:01:28
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Plötzlich bewegte sich ihr Sohn nicht mehr

Es ist der Albtraum werdender Eltern: Das Herz des ungeborenen Sohnes im Bauch von Laura Sheehan hörte eines Tages einfach so auf zu klopfen. Sie nahm keine Bewegung mehr wahr, ahnte bereits das Schlimmste. Ihr Sohn Beau starb, noch bevor er das Licht der Welt erblickte. Die Trauer verarbeitet die junge Frau öffentlich auf ihrem Blog - teilt die tragische Geschichte dort mit Betroffenen.

"Er ist schlafend auf die Welt gekommen"

Zunächst verläuft die Schwangerschaft ohne Komplikationen. Auf ihrem Blog schreibt Laura: "Auf dem Weg von Ikea nach Hause saß ich müde und erschöpft herum, hielt meine Arme um meinen Bauch und fühlte, wie mein Sohn Beau in mir rollte und rockte." Weiter erzählt die Australierin: "Er spielte mit Mami." Sie habe sich ihn mit einem Lächeln vorgestellt. Die innige Beziehung zwischen Mutter und Sohn noch vor der Geburt verstärkt nur die Vorstellung, wie tragisch das Schicksal diese beiden trennen kann. 

Denn eines Tages bewegt sich ihr kleiner Schatz nicht mehr. Sie spürt keinen Ellbogen, keine Schulter, nicht den Tritt eines starken Sohnes. Die werdenden Eltern versuchen alles, um wenigstens ein winziges Zappeln ihres Ungeborenen hervorzurufen, wollen die schlimmste Vermutung nicht wahrhaben - doch bald verlieren sie die Geduld. Ein Besuch beim Arzt soll an diesem Tag zum traurigsten Moment ihres Lebens werden. 

Auf einem Ultraschallbild sieht sie ihren kleinen Sohn zum ersten Mal. Dazu schreibt sie auf ihrem Blog: "Die Umrandungen seines Kopfes, das Gesicht, die Arme, seine Beine, seine Hände, seine Füße, aber das blinkende kleine Licht - aus - einfach still." Der Arzt bestätigt den Eltern das Schlimmste: Das Herz ihres Sohnes Beau schlägt nicht mehr - er ist in ihrem Bauch gestorben. Ein tiefer Schrei aus Verzweiflung entgleitet ihrem Ehemann, er fällt auf die Knie. "Ich werde das geschriene 'NEIN' auf seinen Lippen niemals vergessen. Dieses Geräusch eines gebrochenen Herzens. Ich zerbrach innerlich. Ich werde es niemals vergessen können."

Zwei Tage versucht die junge Frau noch, mit ihrem Schicksal klarzukommen - mit dem ständigen Gedanken, ihren geliebten Sohn tot in sich zu tragen. Dann wird die Geburt eingeleitet. Es ist eine Totgeburt. Doch der Moment, in dem sie ihren Sohn in den Armen halten darf, ist die wichtige Möglichkeit, sich von ihm zu verabschieden. 

Mit der Verarbeitung ihrer Trauer in der Öffentlichkeit möchten die tapferen Eltern nun ein Bewusstsein für das Tabuthema Totgeburt schaffen. Die ganze Geschichte sehen Sie ihm Video.

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